| Abakus ☞ Abschnitt 1.2 |
Das
mit Stäben und Kugeln aufgebaute Rechenbrett ist die älteste
bekannte mechanische Rechenhilfe der Menschheitsgeschichte. Aus dem
chinesischen Ur-Abakus, dem Suan pan, gingen der russische Stschoty sowie
der japanische Soroban hervor. In einigen asiatischen Ländern ist der Abakus
noch heute im praktischen Gebrauch.
▲ |
| Addierer ☞ Abschnitt 7.5 |
Spezielles
☞ Schaltwerk zur Durchführung der binären Addition und
eine Grundkomponente des
☞ Rechenwerks eines jeden
☞ Mikroprozessors.
☞ Halb- und
☞ Volladdierer dienen der Addition zweier Binärziffern
und lassen sich auf unterschiedliche Weise zu einem vollständigen
Addierwerk für mehrziffrige Binärzahlen zusammenschalten. Wichtige
Implementierungsvarianten sind der
☞ Carry-ripple-Addierer,
der
☞ Carry-look-ahead-Addierer, der
☞ Präfix-Addierer und der
☞ Carry-save-Addierer.
▲ |
| Additionssystem ☞ Abschnitt 3.1 |
Spezielles
☞ Zahlensystem, in dem sich der Wert einer Zahl ausschließlich
aus der Summe der jeweiligen Ziffernwerte berechnet. Anders als in
☞ Stellenwertsystemen hängt der Wert einer Ziffer nicht von deren
Position innerhalb der Ziffernfolge ab. Additionssystemen sind z. B. das
☞ Kerbensystem sowie die
☞ römischen Zahlen.
▲ |
| Adressbus ☞ Abschnitt 11.1 |
Spezieller
☞ Bus, der in einem
☞ Von-Neumann-Rechner den
☞ Mikroprozessor mit dem Hauptspeicher (
☞ Speicher) verbindet.
Während eines Speicherzugriffs wird die Adresse der zu lesenden oder zu
schreibenden Speicherzelle auf diesem Bus übertragen.
▲ |
| Adressierungsart ☞ Abschnitt NA |
Regel
zur Berechnung des Speicherbereichs oder des Datenwerts, auf
den ein Maschinenbefehl zugreift. Zu den elementaren Adressierungsarten
gehören
▲ |
| Akkumulator ☞ Abschnitt 9.1.4 |
Register
des
☞ Rechenwerks eines
☞ Mikroprozessors zur Durchführung
arithmetischer Operationen.
▲ |
| Akzeptor ☞ Abschnitt 8.2.1 |
Spezieller
☞ endlicher Automat, der in der theoretischen Informatik im
Bereich der formalen Sprachen eine große Rolle spielt. Akzeptoren
bestehen aus einer Menge von Zuständen, einem Eingabealphabet sowie
einer Reihe von Akzeptanzzuständen. In jedem Verarbeitungsschritt
nimmt der Automat ein einzelnes Eingabezeichen entgegen und geht in
einen neuen Zustand über. Die Eingabesequenz wird genau dann
akzeptiert, wenn die Verarbeitung in einem der Akzeptanzzustände
endet.
▲ |
| Allzweckregister ☞ Abschnitt 11.1.2 |
Bezeichnung
für ein
☞ Register eines
☞ Mikroprozessors, das zur
Zwischenspeicherung beliebiger Werte eingesetzt werden kann. Obwohl
jedes Programm mit Hilfe eines einzigen Allzweckregisters formuliert
werden kann, halten moderne Prozessoren zur Steigerung der Effizienz eine
Vielzahl solcher Register vor.
▲ |
| Arithmetisch-logische Einheit ☞ Abschnitt 7.10 |
Spezielles
☞ Schaltnetz oder
☞ Schaltwerk, das mehrere arithmetische
(
☞ Addierer,
☞ Multiplizierer etc.) und logische Verarbeitungseinheiten
(UND- bzw. ODER-Maskierung,
☞ Schieberegister etc.) in einer einzigen
Hardware-Komponente integriert. Die von der arithmetisch-logischen
Einheit – kurz ALU – tatsächlich ausgeführte Operation wird über die Werte
der Steuerleitungen bestimmt, die neben den Datensignalen als zusätzliche
Eingänge zur Verfügung stehen.
▲ |
| ASCII-Code ☞ Abschnitt 3.4.1 |
Im Jahre 1963 eingeführter 7-Bit-Code
zur Darstellung von Zeichen und Texten. Der ASCII-Code ist
auch heute noch von großer Bedeutung, da nahezu alle modernen
Zeichencodierungen rückwärtskompatibel ausgelegt sind. So sind die ersten
128 Zeichen des
☞ Unicodes und der
☞ ISO-8859-Zeichensätze mit dem
ASCII-Code identisch.
▲ |
| Assembler ☞ Abschnitt 11.1 |
Bezeichnung
für eine Software-Applikation, die ein in
☞ Assembler-Sprache
verfasstes Programm in die für den Mikroprozessor verständliche Binärform
übersetzt. Im gängigen Sprachgebrauch wird der Begriff auch synonym für
die Assembler-Sprache verwendet.
▲ |
| Assembler-Sprache ☞ Abschnitt 11.1 |
Bezeichnung
für eine symbolische Programmiersprache, deren
Instruktionswörter eins zu eins auf die
☞ Maschinenbefehle des zu Grunde
liegenden
☞ Mikroprozessors abgebildet werden können.
▲ |
| Auffangregister ☞ Abschnitt 9.1.1 |
Spezielles
☞ Register,
das parallel beschrieben und ausgelesen werden kann.
Auffangregister dienen damit ausschließlich der Zwischenspeicherung von
Datenwörtern und besitzen im Gegensatz zu
☞ Schieberegistern oder
☞ Zählern keinerlei arithmetischen Eigenschaften.
▲ |
| Barrel-Shifter ☞ Abschnitt 7.9 |
☞ Schaltnetz zum
schnellen Verschieben der Bits innerhalb eines Datenworts
und typischer Bestandteil einer
☞ arithmetisch-logischen Einheit. Im
Gegensatz zu dem klassischen
☞ Schieberegister, das ein Datenwort in einem
Schritt jeweils nur um ein Bit nach links oder rechts verschiebt, erlaubt der
Barrel-Shifter die gleichzeitige Verschiebung um eine beliebige Anzahl in
konstanter Zeit.
▲ |
| Basis ☞ Abschnitt 3.1 |
In einem
☞ Stellenwertsystem zur Basis b geht die Ziffer an der i-ten
Position mit der Wertigkeit b
i
in den dargestellten Zahlenwert ein. Darüber
hinaus legt die Basis die Größe des Ziffernvorrats fest. So ist das
☞ Binärsystem ein
☞ Zahlensystem zur Basis 2 mit dem Ziffernvorrat 0 und 1
und das uns vertraute
☞ Dezimalsystem ein Zahlensystem zur Basis 10 mit
dem Ziffernvorrat 0 , … , 9.
▲ |
| Befehlssatz ☞ Abschnitt 11.1.1 |
Bezeichnung für
die Gesamtheit aller
☞ Maschinenbefehle, die ein
☞ Mikroprozessor verarbeiten kann.
▲ |
| BCD-Code ☞ Abschnitt 3.3 |
Spezieller
☞ Code, der eine Dezimalzahl ziffernweise repräsentiert,
indem jede Dezimalziffer mit vier
☞ Bit dargestellt wird. BCD ist die
Abkürzung für Binary Coded Decimal.
▲ |
| Bevorrechtigte Eingänge ☞ Abschnitt 8.1.4 |
Bezeichnung
für eine Reihe von zusätzlichen Eingangssignalen, die das
Verhalten eines
☞ Schaltnetzes oder
☞ Schaltwerks mit hoher Priorität
beeinflussen. Die meisten Standardschaltungen besitzen mit dem
☞ Reset-Signal einen typischen bevorrechtigten Eingang. Wird die
Reset-Leitung aktiviert, so werden alle
☞ Speicherelemente in ihren
Initialzustand zurückgesetzt – unabhängig vom Wert der anderen
Signale.
▲ |
| Benchmark ☞ Abschnitt NA |
Fest
definiertes Referenzprogramm, das der Leistungsmessung
eines Rechnersystems dient. Wird nicht nur ein einziges, sondern mehrere
solcher Programme zur Leistungsmessung eingesetzt, so sprechen wir auch
von einer Benchmark-Kollektion.
▲ |
| Big-Endian ☞ Abschnitt 3.2.1 |
Spezielle
☞ Speicherordnung, in der das höchstwertige Byte
zuerst und das niedrigstwertige Byte zuletzt im
☞ Speicher abgelegt
wird.
▲ |
| Binärcode ☞ Abschnitt 3.3 |
☞ Code,
dessen Codewörter c
1
, … ,c
n
ausschließlich aus Bitvektoren
bestehen (c
1
, … ,c
n
∈{ 0 , 1 }
*
). Ein Code der festen Länke k liegt vor,
wenn alle Codewörter aus derselben Anzahl von Bits gebildet werden
(c
1
, … ,c
n
∈ { 0 , 1 }
k
). Der
☞ BCD-Code ist ein Binärcode fester Länge.
▲ |
| Binärsystem ☞ Abschnitt 3.1 |
☞ Stellenwertsystem zur
Basis 2 mit dem Ziffernvorrat 0 und 1. Das Binärsystem ist
das wichtigste
☞ Zahlensystem der technischen Informatik, da heute nahezu
alle modernen Computerarchitekturen intern mit dem Binärsystem
arbeiten.
▲ |
| Binäres Entscheidungsdiagramm ☞ Abschnitt 4.4.3 |
Spezielles
☞ Entscheidungsdiagramm auf Basis des
☞ Shannon’schen Entwicklungssatzes.
▲ |
| Bindungsenergie ☞ Abschnitt 2.1.1 |
Energiemenge,
die aufgebracht werden muss, um ein Elektron von seinem
Atom zu lösen und zu einem freien Leitungselektron werden zu lassen. In
elektrischen Leitern ist die Bindungsenergie gering, in guten Isolatoren
dagegen sehr hoch.
▲ |
| Bipolartransistor ☞ Abschnitt 2.2.2 |
Spezieller
☞ Transistor, der durch den Zusammenschluss von drei dotierten
Halbleitergebieten entsteht. In Abhängigkeit der Dotierungsreihenfolge
entsteht ein npn- oder ein pnp-Transistor. Bipolartransistoren besitzen drei
Anschlüsse (Basis, Kollektor und Emitter). Ein schwacher Stromfluss auf der
Basis-Emitter-Strecke verursacht einen starken Stromfluss auf der
Kollektor-Emitter-Strecke.
▲ |
| Bit ☞ Abschnitt 3.1 |
Ein
Bit ist die kleinstmögliche Informationseinheit und kann die
Werte 0 (falsch) und 1 (wahr) annehmen. Bits sind die Ziffern des
☞ Binärsystems. Je acht Bit werden zu einem
☞ Byte zusammengefasst. Bit
ist die Abkürzung für Binary Digit.
▲ |
| Blockmultiplikation ☞ Abschnitt 10.1.1 |
Verfahren
zur Multiplikation zweier Binärzahlen, das auf der
blockweisen Zerlegung der Operanden beruht. Die Laufzeit und der
Flächenbedarf eines Blockmultiplikationswerks stellen einen Kompromiss
zwischen dem flächenintensiven
☞ Parallelmultiplizierer und dem
langsamen seriellen Multiplizierer dar.
▲ |
| Boolesche Algebra ☞ Abschnitt 4.1 |
Eine
Menge V zusammen mit zwei Funktionen
▲ |
| Boolescher Ausdruck ☞ Abschnitt 4.2 |
Aus
booleschen Konstanten, Variablen und Operatoren rekursiv
aufgebaute Zeichenkette zur Beschreibung
☞ boolescher Funktionen.
Jeder boolesche Ausdruck lässt sich eins zu eins in ein
☞ Schaltnetz
überführen.
▲ |
| Boolesche Funktion ☞ Abschnitt 4.1.2 |
Abbildung
der Form { 0 , 1 }
n
→{ 0 , 1 } und die mathematische Grundlage
zur Beschreibung von Hardware-Schaltungen. Neben der Darstellung als
☞ boolescher Ausdruck lässt sich eine boolesche Funktion mit Hilfe einer
☞ Wahrheitstabelle oder in Form eines
☞ Entscheidungsdiagramms
repräsentieren.
▲ |
| Boolesche Konstanten ☞ Abschnitt 4.1.2 |
Bezeichnung
für die beiden Wahrheitswerte 0 (falsch) und 1 (wahr).
▲ |
| Bus ☞ Abschnitt 11.1 |
Gemeinsam
genutzter Transportweg zwischen verschiedenen
Funktionseinheiten. In einem klassischen
☞ Von-Neumann-Rechner
kommuniziert der
☞ Mikroprozessor über den
☞ Adressbus, den
☞ Datenbus
und den
☞ Steuerbus mit den restlichen Funktionseinheiten.
▲ |
| Byte ☞ Abschnitt 3.1 |
Bezeichnung
für die Zusammenfassung von 8 Bit. Nahezu alle modernen
Computerarchitekturen legen Daten im
☞ Speicher byteweise ab. In anderen
Worten: Jedes Byte besitzt eine eigene
☞ Adresse im Speicher und kann
somit direkt angesprochen werden.
▲ |
| Cache-Speicher ☞ Abschnitt NA |
Kleiner,
aber sehr schneller Speicher, der zwischen den
☞ Mikroprozessor
und den Hauptspeicher (
☞ Speicher) geschaltet wird. Transferierte Daten
werden im Cache zwischengespeichert und bei einem erneuten Zugriff direkt
von dort übertragen. Der Einsatz von Caches führt in der Praxis zu einer
drastischen Erhöhung der Datentransferrate zwischen Prozessor und
Hauptspeicher.
▲ |
| Carry-look-ahead-Addierer ☞ Abschnitt 7.5.3 |
Spezieller
☞ Addierer für die besonders schnelle Addition zweier
Binärzahlen. Das Addierwerk besteht aus einer Reihe von
☞ Volladdierern
sowie spezieller Logik zur parallelen Berechnung der Übertragsbits. Die
Übertragslogik ist als
☞ zweistufiges Schaltnetz ausgelegt und die Addition
zweier Zahlen hierdurch in konstanter Zeit möglich.
▲ |
| Carry-ripple-Addierer ☞ Abschnitt 7.5.2 |
Einfacher
☞ Addierer, der durch die serielle Zusammenschaltung mehrerer
☞ Volladdierer entsteht. Fläche und Laufzeit des Carry-ripple-Addierers
steigen linear mit der Bitbreite der Operanden.
▲ |
| Carry-save-Addierer ☞ Abschnitt 7.5.5 |
Spezieller
☞ Addierer, der immer dann eingesetzt wird, wenn mehrere
Binärzahlen auf einen Schlag addiert werden müssen. Hierzu werden die
Zwischenergebnisse im
☞ Carry-save-Format gespeichert, das eine
besonders effiziente Addition ermöglicht. Im letzten Schritt wird die
Summe mit Hilfe eines gewöhnlichen Addierers in das
☞ Binärsystem
zurückkonvertiert.
▲ |
| Carry-save-Format ☞ Abschnitt 7.5.5 |
Jedes Tupel
( x,y ) ist eine Carry-save-Darstellung von z = x + y. Zahlen
im Carry-save-Format lassen sich besonders schnell addieren, da
die zeitraubende Propagierung des Übertragsbits entfällt. Eingesetzt
wird diese Art der Darstellung im
☞ Carry-save-Addierer und dem
☞ Carry-save-Multiplizierer.
▲ |
| Carry-save-Multiplizierer ☞ Abschnitt 7.5.5 |
Spezieller
☞ Parallelmultiplizierer, der zwei n-Bit-Zahlen in
logarithmischer Zeit multipliziert. Den Kern der Schaltung bildet ein
☞ Carry-save-Addierer zur Addition der n Partialprodukte.
▲ |
| Charakteristik ☞ Abschnitt 3.2.2 |
Spezielles Format
zur Speicherung des
☞ Exponenten einer
☞ Gleitkommazahl.
Die Charakteristik C entsteht aus dem Exponenten E durch die Addition
einer Konstanten k. Hierdurch wird der Wertebereich von E vollständig in
den positiven Zahlenbereich verschoben und kann ganz einfach als
vorzeichenlose Binärzahl abgespeichert werden.
▲ |
| Charakteristische Funktion ☞ Abschnitt 5.3.2 |
Boolesche
Funktion zur Beschreibung des funktionalen Verhaltens eines
☞ Schaltnetzes und Grundlage der relationalen
☞ Formelsynthese. Die
charakteristische Funktion f ( x
1
, … ,x
n
,y
1
, … ,y
m
) beschreibt ein Schaltnetz mit
den Eingängen x
1
, … ,x
n
und den Ausgängen y
1
, … ,y
m
und evaluiert genau
dann zu 1, wenn die Eingangswerte x
1
, … ,x
n
die Ausgangswerte y
1
, … ,y
m
erzeugen.
▲ |
| CISC ☞ Abschnitt NA |
Complex Instruction Set Computer
verfügen über einen umfangreichen und leistungsfähigen
☞ Befehlssatz und unterstützen in der Regel eine Vielzahl an
☞ Adressierungsarten. Komplexe Algorithmen lassen sich daher mit einem
vergleichsweise kompakten
☞ Assembler-Programm formulieren. Im
Gegensatz zu
☞ RISC-Prozessoren können CISC-CPUs die meisten Befehle
nicht mehr in einem einzigen Takt ausführen. Viele CISC-Prozessoren setzen
intern ein
☞ mikroprogrammiertes
☞ Steuerwerk ein.
▲ |
| CMOS-Technik ☞ Abschnitt 5.1.2 |
☞ Schaltkreisfamilie,
deren Verknüpfungsglieder sowohl mit n-Kanal- als auch mit
p-Kanal-
☞ Feldeffekttransistoren aufgebaut sind. Die CMOS-Technik ist die
heute vorherrschende Basistechnologie für die Konstruktion integrierter
Schaltkreise. Entsprechende Schaltungen lassen sich in sehr hoher
Integrationsdichte herstellen und zeichnen sich durch eine vergleichsweise
geringe Leistungsaufnahme auf.
▲ |
| Code ☞ Kapitel 3 |
Abbildung,
die jedem Zeichen einer Ursprungsmenge eindeutig ein
Zeichen einer Zielmenge zuordnet. In der technischen Informatik spielen
insbesondere die
☞ Binärcodes eine hervorgehobene Rolle. Alternativ wird
der Begriff auch synonym für den Quelltext eines Computerprogramms
verwendet.
▲ |
| Dadda-Tree-Multiplizierer ☞ Abschnitt 7.8.4 |
Spezieller
☞ Parallelmultiplizierer, der sich eng an das Konstruktionsprinzip
des
☞ Wallace-Tree-Multiplizierers anlehnt, jedoch eine andere Anordnung
der
☞ Halb- und
☞ Volladdierer innerhalb der Reduktionszelle
einsetzt. Während der Wallace-Tree-Multiplizierer eine möglichst
frühe Zusammenfassung der Koeffizientenbits anstrebt, verdichtet
der Dadda-Tree-Multiplizierer die Koeffizientenmatrix so spät wie
möglich.
▲ |
| Datenbus ☞ Abschnitt 11.1 |
Spezieller
☞ Bus, der in einem
☞ Von-Neumann-Rechner den
☞ Mikroprozessor mit dem Hauptspeicher (
☞ Speicher) verbindet. Während
eines Speicherzugriffs wird das ausgelesene oder zu schreibende Datenwort
auf diesem Bus übertragen.
▲ |
| Definitorische Form ☞ Abschnitt 5.3 |
Spezielle
Form eines
☞ booleschen Ausdrucks zur kompakten
Darstellung von Schaltnetzen. Die Größe des definitorischen Ausdrucks ist
stets proportional zur Größe des Schaltnetzes, unabhängig von etwaig
vorhandenen
☞ Rekonvergenzen.
▲ |
| Demultiplexer ☞ Abschnitt 7.2 |
Hardware-Komponente
mit einem einzigen Dateneingang, n Steuereingängen und 2
n
Datenausgängen. Abhängig von der Belegung der Steuereingänge
schaltet der Demultiplexer den Dateneingang auf genau einen der
Datenausgänge durch. Demultiplexer werden immer dann eingesetzt, wenn
ein Datenstrom auf eine von mehreren Datensenken verteilt werden
muss.
▲ |
| Dezimalsystem ☞ Abschnitt 3.1 |
Das
uns vertraute Dezimalsystem (Zehnersystem) hat seinen
Ursprung in Indien und fand durch die Araber den Weg nach Europa.
Mathematisch gesehen ist das Dezimalsystem ein
☞ Stellenwertsystem zur
Basis 10 mit dem Ziffernvorrat 0 , … , 9. Bei der Konvertierung von
Dezimalzahlen in das
☞ Binär-,
☞ Oktal- und
☞ Hexadezimalsystem ist
Vorsicht geboten! Nicht alle Zahlen lassen sich verlustfrei zwischen den
Systemen konvertieren.
▲ |
| Diode ☞ Abschnitt 2.2.1 |
Elektronisches
Bauelement, das den Stromfluss in nur eine Richtung erlaubt.
In Durchlassrichtung verhält sich die Diode neutral, in Sperrichtung wie ein
Isolator. Das Schaltverhalten lässt sich durch das Zusammenfügen zweier
komplementär dotierter Halbleiterkristalle erzeugen. Um den
☞ pn- Übergang
bildet sich eine Sperrschicht aus, die den Ladungstransport in eine Richtung
zulässt, in die andere jedoch blockiert.
▲ |
| Disjunktive Minimalform ☞ Abschnitt 4.4.1 |
Ein
☞ boolescher Ausdruck ϕ liegt in disjunktiver Form vor, wenn
er als eine Disjunktion von Konjunktionen aufgebaut ist:
▲ |
| Disjunktive Normalform ☞ Abschnitt 4.4.1 |
Spezielle
☞ Normalformdarstellung einer
☞ booleschen Funktion. Ein
☞ boolescher Ausdruck liegt in disjunktiver Normalform vor, wenn er als
eine Disjunktion von paarweise verschiedenen
☞ Mintermen aufgebaut ist.
Die disjunktive Normalform enthält für jedes Element der
☞ Einsmenge
der dargestellten Funktion einen Minterm, so dass die Formelgröße
im Allgemeinen exponentiell mit der Anzahl der freien Variablen
zunimmt.
▲ |
| Displacement ☞ Abschnitt NA |
Konstanter Wert, der
zur Angabe einer Adressdistanz bei der Adressierung einer
Speicherzelle dient. Viele der komplexeren
☞ Adressierungsarten erlauben
die Angabe eines Displacements und verwenden diesen Wert als Offset zur
Bestimmung der effektiv adressierten Speicherzelle.
▲ |
| Don’t-Care-Belegung ☞ Abschnitt 6.2.1 |
Variablenbelegung,
für die der Funktionswert einer
☞ booleschen Funktion keine
Rolle spielt.
▲ |
| Dotierung ☞ Abschnitt 2.1.3 |
Die
elektrische Leitfähigkeit eines Halbleiterkristalls lässt sich
durch das gezielte Einbringen von Fremdatomen erheblich verbessern. Der
Vorgang der Verunreinigung wird als Dotierung und die entstehende
Kristallstruktur als dotierter Halbleiter bezeichnet. Wird ein Silizium- oder
Germaniumkristall mit Elementen der dritten bzw. der fünften Hauptgruppe
dotiert, so entsteht ein Elektronenmangelleiter (p-Gebiet) bzw. ein
Elektronenüberschussleiter (n-Gebiet).
▲ |
| DRAM ☞ Abschnitt 9.3 |
Dynamisches
☞ RAM. Die einzelnen Bits werden auf einem Kondensator
gespeichert, der durch einen Transistor von den Schreib/Leseleitungen der
Speichermatrix entkoppelt ist. Da die Kondensatoren einer permanenten
Entladung unterliegen, müssen die Speicherbänke eines DRAM-Speichers
periodisch ausgelesen und neu beschrieben werden. Im Vergleich mit der
alternativen Technik des
☞ SRAM-Speichers ist der DRAM-Speicher deutlich
platzsparender und billiger herzustellen, besitzt aber eine erhöhte
Zugriffszeit. Der DRAM-Speicher wird insbesondere zum Aufbau des
Hauptspeichers (
☞ Speicher) eingesetzt.
▲ |
| Dualitätsprinzip ☞ Abschnitt 4.2.4 |
Fundamentale
Gesetzmäßigkeit, die in jeder
☞ booleschen Algebra gilt. Ist
eine boolesche Aussage ausschließlich aus den
☞ Elementaroperatoren
aufgebaut, so wird die duale Aussage durch das gleichzeitige Vertauschen
der Operationen ∨ und ∧ sowie der booleschen Konstanten 0 und 1 erzeugt.
Das Dualitätsprinzip besagt, dass aus der Gültigkeit einer Aussage stets auch
die Gültigkeit der dualen Aussage folgt.
▲ |
| Dynamischer Hazard ☞ Abschnitt 5.5.2 |
Liegt
vor, wenn der Signalpegel beim Wechsel seines Werts
zunächst mehrfach fluktuiert, bevor der Ausgangswert stabil eingenommen
wird. Ein dynamischer Hazard-Impuls kann durch einen
☞ Logik-Hazard
oder einen
☞ Funktions-Hazard verursacht werden.
▲ |
| Endlicher Automat ☞ Abschnitt 8.2.1 |
Mathematisches
Modell zur Beschreibung von
☞ Schaltwerken. Entsprechend
ihrer Funktionsweise werden endliche Automaten in
☞ Akzeptoren und
☞ Transduktoren eingeteilt.
▲ |
| Einerkomplement ☞ Abschnitt 3.1 |
Spezielles
☞ Zahlenformat zur Darstellung ganzer, vorzeichenbehafteter
Zahlen. Im Einerkomplement wird eine Zahl durch die Invertierung
sämtlicher Bits negiert.
▲ |
| EM64T ☞ Abschnitt NA |
64-Bit-
☞ CISC-
☞ Instruktionsarchitektur der Firma Intel. EM64T ist
eine abwärtskompatible Erweiterung der
☞ IA-32-Architektur und
wurde erstmals mit dem Pentium 4 (Prescott) eingeführt. EM64T
ist nicht zu verwechseln mit der
☞ IA-64-Architektur, die nur sehr
eingeschränkt abwärtskompatibel zu dem De-facto-Standard IA-32
ist.
▲ |
| Einsmenge ☞ Abschnitt 4.4.1 |
Menge
aller Variablenbelegungen, für die eine gegebene
☞ boolesche Funktion zu 1 evaluiert.
▲ |
| Elementaroperatoren ☞ Abschnitt 4.2.1 |
Bezeichnung
für die Operatorenmenge {¬ , ∧ , ∨}. Die Elementaroperatoren
bilden ein
☞ vollständiges Operatorensystem.
▲ |
| Entscheidungsdiagramm ☞ Abschnitt 4.4.3 |
Datenstruktur
zur Repräsentation
☞ boolescher Funktionen. In der
Vergangenheit wurden viele verschiedene Diagrammtypen entwickelt. Zu
den wichtigsten Vertretern gehören das
☞ Binäre Entscheidungsdiagramm
sowie das
☞ Funktionale Entscheidungsdiagramm. Entscheidungsdiagramme
gehören heute zu den wichtigsten Datenstrukturen zur Repräsentation
☞ boolescher Funktionen. Im Gegensatz zu
☞ booleschen Ausdrücken
handelt es sich um eine
☞ Normalform, so dass sich die Äquivalenz
zweier Ausdrücke besonders einfach feststellen lässt. Im Vergleich zur
☞ Wahrheitstabelle, die ebenfalls die Normalformeigenschaft besitzt, können
boolesche Funktionen mit Hilfe von Entscheidungsdiagrammen im
Allgemeinen deutlich kompakter dargestellt werden.
▲ |
| Exponent ☞ Abschnitt 3.2.2 |
Zentraler
Bestandteil einer Zahl im
☞ Gleitkommaformat. Der Wert des
Exponenten bestimmt die Position des Kommas innerhalb der
☞ Mantisse.
Eine Erhöhung bzw. Erniedrigung um eins bewirkt eine Verschiebung des
Kommas um eine Stelle nach rechts bzw. links. Damit verleiht erst der
Exponent dem Zahlenformat die Eigenschaft, die Position des Kommas
„gleiten“ zu lassen.
Während die Bitbreite der Mantisse die Auflösungsgenauigkeit des
Zahlenformats beeinflusst, bestimmt die Bitbreite des Exponenten
maßgeblich die Größe des darstellbaren Wertebereichs.
▲ |
| Fehlererkennender Code ☞ Abschnitt 3.3.2 |
Ein
☞ Code ist n-fehlererkennend, wenn der Empfänger einer
Nachricht stets entscheiden kann, ob ein Codewort durch Kippen von bis
zu n Bit verfälscht wurde. Die Fehlererkennungseigenschaft eines
Codes wird durch die
☞ Hamming-Distanz der einzelnen Codewörter
bestimmt.
▲ |
| Fehlerkorrigierender Code ☞ Abschnitt 9.3.3 |
Ein
☞ Code ist n-fehlerkorrigierend, wenn der Empfänger einer
Nachricht stets entscheiden kann, ob ein Codewort durch Kippen von bis zu
n Bit verfälscht wurde, und das gesendete Codewort aus der empfangenen
Bitfolge rekonstruieren kann. Die Fehlerkorrektureigenschaft eines
Codes wird durch die
☞ Hamming-Distanz der einzelnen Codewörter
bestimmt.
▲ |
| Feldeffekttransistor ☞ Abschnitt 2.2.3 |
Spezieller
☞ Transistor, der im Bereich der integrierten Schaltungstechnik
eine bedeutende Rolle spielt. Feldeffekttransistoren besitzen drei Anschlüsse
(Gate, Drain und Source). Im Gegensatz zu
☞ Bipolartransistoren fließt kein
Strom über den Steueranschluss ab. Stattdessen wird der Stromfluss auf der
Source-Drain-Strecke durch ein am Gate angelegtes elektrisches Feld
beeinflusst. Zu den wichtigsten Feldeffekttransistoren gehören der JFET und
der
☞ MOSFET.
▲ |
| Festkommaformat ☞ Abschnitt 3.2.2 |
Neben
dem
☞ Gleitkommaformat eines der wichtigsten
☞ Zahlenformate zur Darstellung rationaler Zahlen. Eine Festkommazahl
setzt sich aus dem Vorzeichenbit Vz und der
☞ Mantisse M zusammen und
repräsentiert den folgenden Zahlenwert:
▲ |
| Flipflop ☞ Abschnitt 8.1.3 |
Bezeichnung
für ein taktflankengesteuertes
☞ Speicherelement. Reagiert das
Element nur auf die steigende oder die fallende Flanke, so sprechen wir
von einem positiv bzw. negativ gesteuerten Flipflop. Reagiert das
Element hingegen auf beide Flanken, so sprechen wir von einem
zweiflankengesteuerten Flipflop. Während der positiven bzw. negativen
Taktphase kann – im Unterschied zu einem
☞ Latch – kein Zustandswechsel
erfolgen.
▲ |
| Flynn-Taxonomie ☞ Abschnitt NA |
Die Taxonomie nach Flynn
ordnet jede Rechnerarchitektur anhand der eingesetzten
Daten- und Befehlsparallelität in eine der folgenden Klassen ein:
▲ |
| Formelsynthese ☞ Abschnitt 5.3 |
Bezeichnet
die Umsetzung eines
☞ Schaltnetzes in einen
☞ booleschen Ausdruck. Die Formelsynthese kann funktional oder relational erfolgen.
Durch die Verwendung einer
☞ definitorischen Form lässt sich jedes
Schaltnetz in einen booleschen Ausdruck gleicher Größe übersetzen.
▲ |
| Funktionales Entscheidungsdiagramm ☞ Abschnitt 4.4.3 |
Spezielles
☞ Entscheidungsdiagramm auf Basis der positiven oder
negativen Davio-Entwicklung. Funktionale Entscheidungsdiagramme bieten
sich für die Darstellung verschiedener Funktionsklassen an, die sich mit
Hilfe
☞ Binärer Entscheidungsdiagramme nur sehr aufwendig repräsentieren
lassen.
▲ |
| Funktions-Hazard ☞ Abschnitt 5.5.2 |
Liegt
vor, wenn der Wechsel mehrerer Eingangssignale kurzzeitig
zu einem Wechsel eines Ausgangssignals führt, obwohl der Wert
des Schaltnetzausgangs nach den Regeln der booleschen Algebra
konstant bleiben müsste. Der kurzzeitige Wechsel des Ausgangssignals
wird als Störimpuls (Glitch) bezeichnet und wird im Allgemeinen
durch Laufzeitdifferenzen der verschiedenen Signalwege verursacht.
Funktions-Hazards können in einem Schaltnetz selbst dann auftreten, wenn
es vollständig frei von
☞ Logik-Hazards ist.
▲ |
| Gatter ☞ Abschnitt 5.2 |
Funktionales Hardware-Modell
eines logischen Verknüpfungsglieds. Jede
☞ boolesche Formel
lässt sich eins zu eins in ein
☞ Schaltnetz übersetzen, indem jeder boolesche
Operator mit Hilfe eines funktional äquivalenten Logikgatters implementiert
wird.
▲ |
| Gleitkommaformat ☞ Abschnitt 3.2.2 |
Zusammen
mit dem
☞ Festkommaformat das wichtigste
☞ Zahlenformat
zur Darstellung rationaler Zahlen. Eine Gleitkommazahl setzt sich aus dem
Vorzeichenbit V z, dem
☞ Exponenten E sowie der
☞ Mantisse M
zusammen.
Im Vergleich mit dem Festkommaformat lassen sich deutlich größere Zahlen
darstellen, da der Zahlenbereich zu den Rändern mit absteigender
Auflösungsgenauigkeit überdeckt wird. Die Gleitkommadarstellung einer
Zahl ist nicht eindeutig. Abhilfe schafft das Prinzip der
☞ Normalisierung.
▲ |
| Halbaddierer ☞ Abschnitt 7.5.1 |
Der
Halbaddierer berechnet die Summe zweier Binärziffern. Im
Gegensatz zum
☞ Volladdierer berücksichtigt der Halbaddierer keinen
Übertrag.
▲ |
| Halbleiter ☞ Abschnitt 2.1 |
Festkörper,
deren
☞ Bindungsenergie zwischen der eines Isolators und
jener eines elektrischen Leiters liegt. In Abhängigkeit der Temperatur
können Halbleiter sowohl als Isolator wie auch als elektrischer Leiter
auftreten. Für die Produktion integrierter Schaltkreise sind vor allem die
Halbleiterelemente Silizium und Germanium von Bedeutung. Die Technik
der
☞ Dotierung erlaubt es, die elektrischen Eigenschaften in weiten Grenzen
zu beeinflussen.
▲ |
| Hamming-Distanz ☞ Abschnitt 3.3.2 |
Zwei Codewörter
gleicher Länge besitzen die Hamming-Distanz n, wenn sie
sich in genau n
☞ Bit unterscheiden.
▲ |
| Harvard-Architektur ☞ Abschnitt 11.1.1 |
Architekturprinzip,
das die Trennung von Code und Daten forciert. Im Gegensatz
zur
☞ Von-Neumann-Architektur werden
☞ Maschinenbefehle und Daten in
unterschiedlichen
☞ Speichern abgelegt, die jeweils über einen separaten
☞ Bus an den
☞ Mikroprozessor angebunden sind. Die Probleme des
☞ Von-Neumann-Flaschenhalses werden durch die Mehrfachauslegung der
Busse weitgehend vermieden.
▲ |
| Hazard ☞ Abschnitt 5.5.2 |
Ungewollte
Störimpulse aufgrund von Laufzeitunterschieden auf
zwei oder mehreren Signalwegen. Störimpulse werden entsprechend
ihrer Auftrittscharakteristik in
☞ statische Hazards und
☞ dynamische Hazards und entsprechend ihrer Ursache in
☞ Logik-Hazards und
☞ Funktions-Hazards eingeteilt.
▲ |
| Hexadezimalsystem ☞ Abschnitt 3.1 |
☞ Stellenwertsystem zur
Basis 16 mit dem Ziffernvorrat 0 , … , 9, A, … ,F. Binärzahlen
lassen sich besonders einfach in das Hexadezimalsystem wandeln, indem
je vier Binärziffern zu einer Hexadezimalziffer zusammengefasst
werden.
▲ |
| Huffman-Normalform ☞ Abschnitt 8.2.2 |
Spezielle
Implementierungsform eines
☞ Schaltwerks. Ein Schaltwerk
in Huffman-Normalform besteht aus drei Komponenten:
▲ |
| Huntington’sche Axiome ☞ Abschnitt 4.1 |
Die folgenden
Gesetze werden als die Axiome von Huntington bezeichnet:
▲ |
| Ingot ☞ Abschnitt 2.3.1 |
Zylinderförmiger
Einkristall, der aus einer flüssigen Siliziumschmelze gezogen
wird. Im nächsten Herstellungsschritt wird der Ingot in dünne Scheiben
zersägt und diese mit einer ebenen Oberfläche versehen. Die entstandenen
Scheiben werden als
☞ Wafer bezeichnet.
▲ |
| IA-32-Architektur ☞ Abschnitt NA |
32-Bit-
☞ CISC-
☞ Instruktionsarchitektur der
Firma Intel. IA-32 ist eine abwärtskompatible Erweiterung
der
☞ x86-Architektur und wurde erstmals mit dem 80386-Prozessor
eingeführt. Die IA-32 Architektur ist heute der De-facto-Standard im Bereich
der Personal-Computer und wird aufgrund ihrer Nähe zur älteren
x86-Architektur auch als x86-32 bezeichnet.
▲ |
| IA-64-Architektur ☞ Abschnitt NA |
64-Bit-
☞ CISC-
☞ Instruktionsarchitektur der
Firma Intel, die mit dem Itanium-Prozessor eingeführt wurde.
Aufgrund der sehr eingeschränkten Abwärtskompatibilität zu den
De-facto-Standards
☞ IA-32 und
☞ x86 blieb die Marktakzeptanz jedoch
hinter den Erwartungen zurück. IA-64 ist nicht zu verwechseln mit
☞ EM64T, mit der Intel eine rückwärtskompatible 64-Bit-Erweiterung der
IA-32-Architektur schuf.
▲ |
| IEEE 754 ☞ Abschnitt 3.2.2 |
Definiert
mehrere Gleitkommaformate zur Darstellung rationaler Zahlen.
Die wichtigsten Formate sind das 32 Bit breite Single-precision-Format und
das 64 Bit breite Double-precision-Format.
▲ |
| Inkrementierer ☞ Abschnitt 7.6 |
Spezialfall eines
☞ Addierers, optimiert auf die Addition von eins.
▲ |
| Instruktionsarchitektur ☞ Abschnitt NA |
Oberbegriff für die
Beschaffenheit des
☞ Befehlssatzes, der
☞ Register sowie
der
☞ Speicher- und I/O-Anbindung eines Mikrorechners. Auf der
obersten Ebene lassen sich die Instruktionsarchitekturen in
☞ RISC- und
☞ CISC-Architekturen unterteilen. Im Bereich der Personal-Computer sind
heute insbesondere die
☞ x86-, die
☞ IA-32- sowie die
☞ EM64T-Architektur
von Bedeutung.
▲ |
| Instruktionsdecoder ☞ Abschnitt 11.2 |
Teil des
☞ Steuerwerks eines
☞ Mikroprozessors. Der Instruktionsdecoder
ist der eigentlichen Steuerlogik vorgeschaltet und dient der Analyse
und Decodierung der eingehenden
☞ Maschinenbefehle. Neben der
Implementierung als festverdrahtetes
☞ Schaltnetz kann ein Instruktionsdecoder
auf einfache Weise in Form eines
☞ ROMs realisiert werden.
▲ |
| Instruktionszähler ☞ Abschnitt 11.1.2 |
Spezielles Hilfsregister
eines
☞ Mikroprozessors. Das Instruktionsregister speichert
die Adresse des nächsten auszuführenden
☞ Maschinenbefehls und wird für
die sequenzielle Befehlsabarbeitung eines
☞ Von-Neumann-Rechners
verwendet. Sobald ein Befehl abgearbeitet ist, wird der Inhalt des
Instruktionsregisters auf den
☞ Adressbus gelegt und der ausgewählte Befehl
über den
☞ Datenbus in die CPU übertragen. Anschließend wird der Inhalt
des Instruktionszählers erhöht oder – im Falle eines Sprungbefehls – mit der
Sprungadresse überschrieben.
▲ |
| Integrationsdichte ☞ Abschnitt 2.3.2 |
Maß
für die Anzahl von Transistoren pro Flächeneinheit.
Gemessen wird die Integrationsdichte zumeist in Form der
☞ Strukturbreite,
die mit der
☞ Kanallänge eines einzelnen Transistors identisch ist.
▲ |
| ISO 8859 ☞ Abschnitt 3.4.2 |
Definiert
insgesamt 15 verschiedene 8-Bit-Erweiterungen des
☞ ASCII-Codes. Für den westeuropäischen Raum ist insbesondere der
Latin-1-Zeichensatz der ISO 8859-1 von großer Bedeutung, da hier unter
anderem die deutschen Umlaute sowie der scharfe ß-Laut definiert sind. Alle
Zeichensätze der ISO 8859 stimmen in den ersten 128 Zeichen vollständig
mit dem ASCII-Code überein.
▲ |
| Kanallänge ☞ Abschnitt 2.3.2 |
Entspricht
dem Abstand zwischen dem Drain-und dem Source-Gebiet
eines einzelnen Transistors. Die Angabe der Kanallänge lässt einen
direkten Rückschluss auf die
☞ Integrationsdichte eines Mikrochips
zu.
▲ |
| Kerbensystem ☞ Abschnitt 3.1 |
Ist das
älteste bekannte
☞ Zahlensystem. Die Zahl n wird durch
n Kerben oder Striche auf einem Knochen oder einem Stück Holz
repräsentiert. Mathematisch gesehen fällt das Kerbensystem, das auch als
Strichsystem bezeichnet wird, in die Klasse der
☞ Additionssysteme.
▲ |
| Kofaktor ☞ Abschnitt 4.4.3 |
Entsteht
aus einer booleschen Funktion f ( x
1
, … ,x
n
), indem eine der
freien Variablen x
i
durch einen konstanten Wert ersetzt wird. Je nachdem, ob
die Variable x
i
durch die Konstante 1 oder die Konstante 0 ersetzt wird,
sprechen wir von dem positiven Kofaktor f x
i
=1 oder dem negativen Kofaktor
f x
i
=0 .
▲ |
| Komparator ☞ Abschnitt 7.3 |
Spezielles
Schaltnetz zur Durchführung der Vergleichsoperation
und typischer Bestandteil einer
☞ arithmetisch-logischen Einheit.
Eingangsseitig nimmt der Komparator zwei Binärzahlen x und y entgegen
und signalisiert mit Hilfe von drei Ausgangsleitungen die Gültigkeit
bzw. Ungültigkeit der drei Ordnungsbeziehungen x < y, x = y und
x > y.
▲ |
| Konjunktive Minimalform ☞ Abschnitt 4.4.1 |
Ein
☞ boolescher Ausdruck ϕ liegt in konjunktiver Form vor,
wenn er als eine Konjunktion von Disjunktionen aufgebaut ist:
▲ |
| Konjunktive Normalform ☞ Abschnitt 4.4.1 |
Spezielle
☞ Normalformdarstellung einer
☞ booleschen Funktion. Ein
☞ boolescher Ausdruck liegt in konjunktiver Normalform vor, wenn er als
Konjunktion von paarweise verschiedenen
☞ Maxtermen aufgebaut ist. Die
konjunktive Normalform enthält für jedes Element der
☞ Nullmenge
der dargestellten Funktion einen Maxterm, so dass die Formelgröße
im Allgemeinen exponentiell mit der Anzahl der freien Variablen
zunimmt.
▲ |
| Kostenfunktion ☞ Abschnitt 6.1 |
Kostenfunktionen
werden im Zuge der Schaltungsminimierung zur Beschreibung
der Minimierungsziele eingesetzt. Jede Schaltung wird hierbei auf einen
Wert abgebildet, der kleiner ist, je präziser die Minimierungsziele erfüllt
sind.
▲ |
| Karnaugh-Veitch-Diagramm ☞ Abschnitt 6.2 |
Mit Hilfe von
Karnaugh-Veitch-Diagrammen können boolesche Funktionen
auf grafische Weise minimiert werden. Durch die Blocküberdeckung der
Eins-bzw. der Nullmenge kann eine minimierte Schaltungsdarstellung
sowohl in
☞ disjunktiver Minimalform als auch in
☞ konjunktiver Minimalform erzeugt werden.
▲ |
| Latch ☞ Abschnitt 8.1.1 |
Bezeichnung
für ein taktzustandsgesteuertes
☞ Speicherelement.
Synchrone, positiv gesteuerte Latch-Elemente bewahren während der
negativen Phase des
☞ Taktsignals ihren Zustand. Ein Zustandswechsel kann
– im Unterschied zu
☞ Flipflops – während der gesamten positiven
Taktphase erfolgen.
▲ |
| Literal ☞ Abschnitt 4.4.1 |
Spezieller
☞ boolescher Ausdruck, der entweder aus einer Variablen (x
i
)
oder einer negierten Variablen ( x
i
) besteht.
▲ |
| Little-Endian ☞ Abschnitt 3.2.1 |
Spezielle
☞ Speicherordnung, in der das niedrigstwertige Byte
zuerst und das höchstwertige Byte zuletzt im
☞ Speicher abgelegt
wird.
▲ |
| Load-Store-Architektur ☞ Abschnitt NA |
Bezeichnung für
das Arbeitsprinzip eines
☞ RISC-Prozessors. Der Datenaustausch
zwischen
☞ Mikroprozessor und
☞ Speicher erfolgt stets unter Beteiligung
eines
☞ Registers. Soll der Inhalt einer Speicherstelle an eine andere Stelle
im Speicher verschoben werden, sind immer zwei Schritte notwendig.
Zunächst wird der Inhalt des Quellregister in eines der CPU-Register
geladen (Load) und erst anschließend in das Zielregister geschrieben
(Store).
▲ |
| Logik-Hazard ☞ Abschnitt 5.5.2 |
Liegt
vor, wenn der Wechsel eines einzigen Eingangssignals
kurzzeitig zu einem Wechsel eines Ausgangssignals führt, obwohl der Wert
des Schaltnetzausgangs nach den Regeln der booleschen Algebra
konstant bleiben müsste. Der kurzzeitige Wechsel des Ausgangssignals
wird als Störimpuls (Glitch) bezeichnet und im Allgemeinen durch
Laufzeitdifferenzen der verschiedenen Signalwege verursacht.
Logik-Hazards können mit Hilfe von
☞ KV-Diagrammen erkannt und
behoben werden.
▲ |
| Logikpolarität ☞ Abschnitt 5.1 |
Definiert,
mit welchem elektrischen Pegelzustand (Low, High) die
beiden booleschen Wahrheitswerte 0 und 1 dargestellt werden. In
Abhängigkeit der Zuordnung unterscheiden wir
☞ positive Logik und
☞ negative Logik.
▲ |
| Mantisse ☞ Abschnitt 3.2.2 |
Bestandteil einer
Zahl, die im
☞ Festkommaformat oder im
☞ Gleitkommaformat
dargestellt wird. Die Mantisse repräsentiert die Nachkomma-Bits der
dargestellten Zahl. Damit definiert die Bitbreite der Mantisse maßgeblich die
Auflösungsgenauigkeit des zu Grunde liegenden
☞ Zahlenformats.
▲ |
| Maschinenbefehl ☞ Abschnitt 11.1.1 |
Bezeichnung
für eine Anweisung, die ein Mikroprozessor direkt verarbeiten
kann. Maschinenbefehle bilden die elementaren Bestandteile eines
☞ Assembler-Programms.
▲ |
| Master-Slave-Flipflop ☞ Abschnitt 8.1.2 |
Bezeichnung
für zwei im Gegentakt zusammengeschaltete
☞ Speicherelemente.
Mit Hilfe dieses Prinzips lassen sich zwei zustandsgesteuerte
☞ Latches zu
einem flankengesteuerten
☞ Flipflop kombinieren.
▲ |
| Matrixmultiplizierer ☞ Abschnitt 7.8.1 |
Spezieller
☞ Parallelmultiplizierer, der die Partialprodukte nacheinander
aufaddiert. Die Tiefe des entstehenden Schaltnetzes steigt dadurch linear mit
der Bitbreite der Operanden an.
▲ |
| Maxterm ☞ Abschnitt 4.4.1 |
Spezieller
☞ boolescher Ausdruck, der für genau eine Belegung der
Eingangsvariablen zu 0 evaluiert. Ein Maxterm einer n-stelligen Funktion
besteht aus n konjunktiv verknüpften
☞ Literalen.
▲ |
| Mealy-Automat ☞ Abschnitt 8.2.1 |
Endlicher Automat,
der die Ausgabe sowohl aus dem aktuellen Zustand als auch
aus der aktuellen Eingabe berechnet. Aufgrund dieser Eigenschaft werden
Mealy-Automaten auch als Übergangsautomaten bezeichnet.
▲ |
| Mikroprogrammierung ☞ Abschnitt 10.2 |
Allgemeines
Verfahren zur Implementierung eines
☞ Steuerwerks. Statt die
Schaltfunktion fest zu verdrahten, wird ein mikroprogrammiertes Steuerwerk
programmgesteuert betrieben. Hierzu besitzt das Steuerwerk eine universelle
Ausführungseinheit sowie einen
☞ ROM-Speicher, der das Mikroprogramm
enthält.
▲ |
| Mikroprozessor ☞ Kapitel 11 |
Herzstück
eines
☞ Von-Neumann-Rechners. Der Mikroprozessor ist eine
befehlsgesteuerte Verarbeitungseinheit, die neben der Programmausführung
auch die Koordination der externen Funktionseinheiten übernimmt.
Klassische Mikroprozessoren gliedern sich intern in ein
☞ Rechenwerk und
ein
☞ Steuerwerk. Die Anbindung der externen Funktionseinheiten erfolgt
in der Regel dezentral über spezielle
☞ Busse. Abhängig von der
☞ Instruktionsarchitektur lassen sich
☞ RISC-und
☞ CISC-Prozessoren
voneinander unterscheiden.
▲ |
| Minimierung ☞ Kapitel 6 |
Bezeichnet
die Suche nach einer reduzierten Darstellung einer
☞ booleschen Funktion. In diesem Buch werden mit dem
☞ Karnaugh-Veitch-Diagramm
und dem
☞ Quine-Mc Cluskey-Verfahren zwei wichtige Techniken zur
Erzeugung eines reduzierten
☞ zweistufigen Schaltnetzes eingeführt.
▲ |
| Minterm ☞ Abschnitt 4.4.1 |
Spezieller
☞ boolescher Ausdruck, der für genau eine Belegung der
Eingangsvariablen zu 1 evaluiert. Ein Minterm einer n-stelligen Funktion
besteht aus n disjunktiv verknüpften
☞ Literalen.
▲ |
| Mnemonic ☞ Abschnitt 11.1 |
Englischer Ausdruck
für eine Merkregel oder Eselsbrücke. In der Informatik
werden die einzelnen Befehle einer
☞ Assembler-Sprache als Mnemonics
bezeichnet.
▲ |
| Moore-Automat ☞ Abschnitt 8.2.1 |
Endlicher Automat,
der die aktuelle Ausgabe ausschließlich aus dem aktuellen
Zustand berechnet. Aufgrund dieser Eigenschaft werden Moore-Automaten
auch als Zustandsautomaten bezeichnet.
▲ |
| Moore’sches Gesetz ☞ Kapitel 1 |
Bezeichnung
für die im Jahre 1965 von Gordon Moore postulierte
Gesetzmäßigkeit über das exponentielle Wachstum der Chip-Komplexität.
Obwohl das Moore’sche Gesetz auf rein empirischen Daten beruht und keine
Gesetzmäßigkeit im naturwissenschaftlichen Sinne darstellt, hat es bis heute
nichts von seiner Gültigkeit verloren.
▲ |
| MOS-Technik ☞ Abschnitt 5.1.2 |
Metal-Oxide-Semiconductor-Technik.
Die MOS-Technik begründet mehrere
☞ Schaltkreisfamilien,
deren Verknüpfungsglieder mit
☞ MOSFETs aufgebaut sind. In
☞ PMOS-
bzw.
☞ NMOS-Technik gefertigte Schaltungen bestehen ausschließlich
aus p-Kanal-bzw. n-Kanal-Transistoren. In der stromsparenden
☞ CMOS-Technik kommen dagegen beide Transistor-Varianten zum
Einsatz.
▲ |
| MOSFET ☞ Abschnitt 2.2.3 |
Metal
Oxide Semiconductor Field Effect Transistor. Spezieller
☞ Feldeffekttransistor, der im Bereich der integrierten Schaltungen die mit
Abstand größte Rolle spielt. Mit Hilfe der
☞ Planartechnik lassen sich
MOSFETs mit einer sehr hoher
☞ Integrationsdichte fertigen.
▲ |
| Multiplexer ☞ Abschnitt 7.2 |
Hardware-Komponente
mit 2
n
Dateneingängen, n Steuereingängen und einem
einzigen Datenausgang. Abhängig von der Belegung der Steuereingänge
schaltet der Multiplexer genau einen der Dateneingänge auf den
Datenausgang durch. Multiplexer gehören zu den am häufigsten verwendeten
Standardkomponenten und werden immer dann eingesetzt, wenn
Datenströme aus verschiedenen Quellen zusammengeführt werden
müssen.
▲ |
| Multiplizierer ☞ Abschnitt 7.8 |
Spezielles
☞ Schaltwerk zur Durchführung der binären Multiplikation und
eine Grundkomponente des
☞ Rechenwerks eines jeden
☞ Mikroprozessors.
Neben dem seriell arbeitenden Multiplizierwerk ist insbesondere der
☞ Parallelmultiplizierer aufgrund seiner hohen Laufzeiteffizienz von großer
praktischer Bedeutung.
▲ |
| Negative Logik ☞ Abschnitt 5.1 |
Spezielle
☞ Logikpolarität, die den Wahrheitswert 0 mit dem
High-Pegel und den Wahrheitswert 1 mit dem Low-Pegel des elektrischen
Signals darstellt.
▲ |
| NMOS-Technik ☞ Abschnitt 5.1.2 |
☞ Schaltkreisfamilie,
deren Verknüpfungsglieder ausschließlich mit
n-Kanal-p-Kanal-
☞ Feldeffekttransistoren aufgebaut sind. NMOS-Schaltungen
werden mit einer geringeren Betriebsspannung betrieben als Schaltungen in
☞ PMOS-Technik. Der höheren Schaltgeschwindigkeit steht eine reduziertere
Störsicherheit entgegen.
▲ |
| Normalform ☞ Abschnitt 3.2.2 |
Eindeutige Darstellungsform
eines zu repräsentierenden Objekts. Im Bereich der
technischen Informatik spielen unter anderem die
☞ disjunktive Normalform
und die
☞ konjunktive Normalform eine zentrale Rolle. Durch die Reduktion
einer Darstellung auf deren Normalform lässt sich unter anderem
die Gleichheit zweier Objekte überprüfen. So repräsentieren zwei
☞ boolesche Ausdrücke genau dann die gleiche
☞ boolesche Funktion,
wenn ihre disjunktive oder konjunktive Normalform identisch ist.
Andere wichtige Normalformen für boolesche Funktionen sind die
☞ Reed-Muller-Normalform, die
☞ Wahrheitstabelle sowie das
☞ binäre und
☞ funktionale
☞ Entscheidungsdiagramm.
▲ |
| Normalisierung ☞ Abschnitt 3.2.2 |
Bezeichnet den
Vorgang, eine im
☞ Gleitkommaformat dargestellte Zahl in
eine eindeutige Darstellung zu überführen. Hierzu wird der
☞ Exponent in
der Regel so angepasst, dass die erste Eins an eine feste Position
verschoben wird. Eine Zahl heißt vor- bzw. nachkommanormalisiert, falls
die erste Eins direkt vor bzw. direkt hinter das Komma geschoben
wird.
▲ |
| Nullmenge ☞ Abschnitt 4.4.1 |
Menge
aller Variablenbelegungen, für die eine gegebene
☞ boolesche Funktion zu 1 evaluiert.
▲ |
| O-Kalkül ☞ Abschnitt 5.4 |
Mathematischer
Beschreibungsformalismus für die Komplexität einer
Funktion. Das O-Kalkül beurteilt ausschließlich die asymptotische
Komplexität einer Funktion f ( n ), d. h. die Entwicklung der Funktionswerte
für sehr große n. Die abgeleiteten Komplexitätsklassen abstrahieren von
sämtlichen konstanten Faktoren in einer Funktion und eignen sich daher
sowohl zur implementierungsunabhängigen Beschreibung der Laufzeit als
auch des Platzverbrauchs einer Hardware-Schaltung.
▲ |
| Oktalsystem ☞ Abschnitt 3.1 |
☞ Stellenwertsystem
zur Basis 8 mit dem Ziffernvorrat 0 , … , 7. Binärzahlen lassen
sich besonders einfach in das Oktalsystem umwandeln, indem je vier
Binärziffern zu einer Oktalziffer zusammengefasst werden.
▲ |
| One-Hot-Code ☞ Abschnitt 3.3.2 |
Spezieller
☞ Binärcode, dessen Codewörter aus Bitsequenzen
bestehen, die genau eine 1 enthalten. Die One-Hot-Codierung erzeugt
eine
☞ Hamming-Distanz von 2 und gehört damit in die Klasse der
1-
☞ fehlerkorrigierenden Codes.
▲ |
| Operationswerk ☞ Abschnitt 10.1.1 |
Neben
dem
☞ Steuerwerk die zweite zentrale Schaltungskomponente
eines mit Hilfe des
☞ Register-Transfer-Entwurfs erzeugten
☞ Schaltwerks.
Das Operationswerk enthält alle Funktionseinheiten für die Verarbeitung der
Eingabedaten. Die Ablaufsteuerung ist kein Bestandteil des Operationswerks
und stattdessen im Steuerwerk implementiert.
▲ |
| Packaging ☞ Abschnitt 2.3.1 |
Einer
der letzten Verarbeitungsschritte in der Chip-Produktion. Die
Chip-Kerne (Dies) werden in das Gehäuse eingepasst und die internen
Anschlüsse mit den externen Pins verbunden. Das Wire-Bond-Verfahren
überbrückt die Kontakte mit filigranen Golddrähten. Im moderneren
Flip-Chip-Verfahren werden die Golddrähte durch Lötkontakthügel ersetzt,
die eine direkte Verbindung mit den externen Pins herstellen.
▲ |
| Parallelmultiplizierer ☞ Abschnitt 7.8 |
Spezielles
☞ Schaltnetz zur Durchführung der Multiplikation zweier
Binärzahlen. Parallelmultiplizierer sind deutlich schneller als seriell
arbeitende Multiplikationseinheiten, benötigen jedoch deutlich mehr Fläche.
Die beiden wichtigsten Vertreter sind der
☞ Matrixmultiplizierer und der
☞ Carry-save-Multiplizierer. Eine flächensparendere Alternative zur
vollständig parallel ausgeführten Multiplikation stellt die geringfügig
langsamere
☞ Blockmultiplikation dar.
▲ |
| Partielle Funktion ☞ Abschnitt 6.2.1 |
Bezeichnung
für eine
☞ boolesche Funktion, die über mindestens eine
☞ Don’t-Care-Belegung verfügt.
▲ |
| Pipeline-Hazard ☞ Abschnitt NA |
Ein Pipeline-Hazard
tritt immer dann auf, wenn der nächste auszuführende Befehl
noch nicht bestimmt werden kann oder aufgrund einer missglückten
Vorhersage die falschen Befehle in die Pipeline eingespeist wurden. Eine
Quelle von Pipeline-Hazards sind bedingte Sprünge, da der nächste
auszuführende Befehl erst nach der Auswertung der Sprungbedingung
eindeutig bestimmt werden kann.
▲ |
| Pipeline ☞ Abschnitt NA |
In
einem Pipeline-Prozessor existieren für alle Ausführungsphasen
eines Befehls separate Verarbeitungseinheiten, die zur selben Zeit
verschiedene Befehle abarbeiten können. Hierdurch wird die Ausführung
eines Befehlsstroms hochgradig parallelisiert und die mittlere
Ausführungsgeschwindigkeit eines einzelnen Befehls nähert sich der
Ausführungsgeschwindigkeit der langsamsten Verarbeitungseinheit an.
Durch
☞ Steuerflussabhängigkeiten können
☞ Pipeline-Hazards entstehen,
die zum Ausbremsen der Befehlsverarbeitung führen. Durch eine ausgefeilte
☞ Sprungvorhersage lassen sich die Effekte in der Praxis jedoch deutlich
abmildern.
▲ |
| Planartechnik ☞ Abschnitt 2.3.1 |
Der
am häufigsten eingesetzte Prozess für die Fertigung
integrierter Schaltkreise. In mehreren Verarbeitungsschritten werden
Transistoren, Leiter und Isolatoren schichtenweise hergestellt. Die
Planartechnik basiert auf wenigen Basistechniken, die wechselweise
angewendet werden. Hierzu gehören insbesondere die Beschichtung-,
Belichtungs-, Ätz- und Dotierungstechnik.
▲ |
| PMOS-Technik ☞ Abschnitt 5.1.2 |
☞ Schaltkreisfamilie,
deren Verknüpfungsglieder ausschließlich mit
p-Kanal-p-Kanal-
☞ Feldeffekttransistoren aufgebaut sind. Die PMOS-Technik
ist für den Bau störsicherer Schaltungen geeignet. In Bezug auf die
Schaltgeschwindigkeit der einzelnen Verknüpfungsglieder ist sie der
☞ NMOS-Technik und der
☞ CMOS-Technik unterlegen.
▲ |
| pn- Übergang ☞ Abschnitt 2.2.1 |
Werden
ein p-dotiertes und ein n-dotiertes (
☞ Dotierung)
Halbleiterkristall zusammengefügt, so rekombinieren die freien Ladungsträger
im Übergangsbereich. Es bildet sich eine isolierende Grenzschicht aus, die
durch eine angelegte Spannung vergrößert oder verkleinert werden
kann.
▲ |
| Positive Logik ☞ Abschnitt 5.1 |
Spezielle
☞ Logikpolarität, die den Wahrheitswert 0 mit dem Low-Pegel
und den Wahrheitswert 1 mit dem High-Pegel des elektrischen Signals
darstellt.
▲ |
| Präfix-Addierer ☞ Abschnitt 7.5.4 |
Spezielle
Implementierungsvariante eines
☞ Addierers. Der
Präfix-Addierer berechnet die Übertragsbits mit Hilfe eines separaten
Schaltnetzes und arbeitet damit nach dem gleichen Grundprinzip wie der
☞ Carry-look-ahead-Addierer. Die Übertragslogik ist jedoch nicht als
☞ zweistufiges Schaltnetz, sondern in Form von
☞ Präfix-Logik realisiert.
Hierdurch ist der Präfix-Addierer nur geringfügig langsamer, aber deutlich
platzsparender als der Carry-look-ahead-Addierer.
▲ |
| Präfix-Logik ☞ Abschnitt 7.4 |
Schaltnetz
zur Berechnung einer bestimmten Klasse rekursiv aufgebauter
Logikfunktionen. Die Verwendung von Präfix-Logik ist immer dann von
Vorteil, wenn eine entsprechende
☞ boolesche Funktion f
n
( x
0
, … ,x
n
) nicht
nur für eine feste Bitbreite n, sondern auch für alle Präfixe f
i
( x
0
, … ,x
i
) mit
0 ≤ i < n berechnet werden soll. Direkte Anwendung findet die Präfix-Logik
in Form des
☞ Präfix-Addierers.
▲ |
| Programmierbare Logik ☞ Abschnitt 7.11 |
Programmable Logic Device, kurz PLD.
Konfigurierbare Hardware-Komponente, die vor der ersten
Verwendung individualisiert wird. Ein klassisches Beispiel eines PLDs ist
der
☞ ROM-Speicher.
▲ |
| Quine-Mc Cluskey-Verfahren ☞ Abschnitt 6.3 |
Das
Quine-Mc Cluskey-Verfahren (QMCV) geht auf die Arbeiten
der beiden Amerikaner Willard Van Orman Quine und Edward J. Mc Cluskey
zurück und dient der Vereinfachung boolescher Funktionen. Im Gegensatz
zur grafischen Minimierung mit Hilfe von
☞ Karnaugh-Veitch-Diagrammen
lässt sich das Verfahren gut automatisieren und bewältigt auch vielstellige
Funktionen.
▲ |
| Quantor ☞ Abschnitt 5.3.3 |
Der
boolesche Existenzquantor ∃ und der boolesche Allquantor ∀
sind wie folgt definiert:
▲ |
| RAM ☞ Abschnitt 9.3 |
Random Access Memory.
☞ Speicher, der sowohl gelesen als auch beschrieben
werden kann. Abhängig von der gewählten Implementierung sprechen
wir von statischem Speicher (
☞ SRAM) oder dynamischem Speicher
(
☞ DRAM).
▲ |
| Rechenwerk ☞ Abschnitt 11.1.2 |
Bezeichnung
für das
☞ Operationswerk eines
☞ Mikroprozessors. Die
Komplexität des Rechenwerks unterscheidet sich zwischen verschiedenen
CPUs erheblich und reicht von einfachen
☞ Addierern bis hin zu komplexen
☞ arithmetisch-logischen Einheiten.
▲ |
| Reed-Muller-Normalform ☞ Abschnitt 4.4.2 |
Spezielle
☞ Normalformdarstellung eines
☞ booleschen Ausdrucks auf
Basis der Antivalenz-Funktion (XOR).
▲ |
| Register ☞ Abschnitt 9.1 |
Aus
einer Reihe von
☞ Speicherelementen aufgebautes
☞ Schaltwerk, das zur Zwischenspeicherung vollständiger Datenwörter dient
und je nach Ausprägung über zusätzliche arithmetische oder logische
Verknüpfungseigenschaften verfügt. In diesem Buch werden die folgenden
Registertypen behandelt:
▲ |
| Register-Transfer-Ebene ☞ Abschnitt 10.1 |
Beschreibungsebene
für Hardware-Schaltungen, die von einzelnen Bits
und Logikgattern abstrahiert. An die Stelle boolescher Signale und
einzelner Signalleitungen treten Datenwörter und gebündelte Signalpfade.
Separate Logikgatter werden durch komplexe Funktionseinheiten wie
☞ Multiplexer,
☞ Demultiplexer,
☞ Zähler,
☞ Addierer oder
☞ Multiplizierer
ersetzt.
▲ |
| Register-Transfer-Entwurf ☞ Abschnitt 10.1 |
Methode
für den Entwurf von
☞ Schaltwerken auf Register-Transfer-Ebene.
Der Register-Transfer-Entwurf, kurz RT-Entwurf, verfolgt den Ansatz, die
Logik einer Hardware-Schaltung in
☞ Rechenwerk und
☞ Operationswerk
aufzuteilen. Die Zweiteilung führt zu einer deutlichen Vereinfachung des
Schaltungsentwurfs, da sich beide Komponenten nahezu separat voneinander
entwickeln lassen.
▲ |
| Rekonvergenz ☞ Abschnitt 5.3.1 |
Spezielle
Verbindungsstruktur in einem
☞ Schaltnetz. Wir sprechen
von einer Rekonvergenz, wenn eine Signalleitung verzweigt und die
unterschiedlichen Signalwege in einem nachfolgenden Gatter wieder
zusammengeführt werden.
▲ |
| Reset ☞ Abschnitt 8.1.4 |
Signalleitung,
mit der sich die betreffende Hardware-Komponente in ihren
Initialzustand zurücksetzen lässt. Reset-Leitungen sind zum Betrieb eines
☞ Schaltwerks nahezu unvermeidlich, da sich die
☞ Speicherelemente nach
ihrer Aktivierung in einem beliebigen Zustand befinden können.
▲ |
| RISC ☞ Abschnitt NA |
Reduced Instruction Set Computer
verfügen über einen vergleichsweise primitiven
☞ Befehlssatz
und unterstützen kaum mehr als die elementaren
☞ Adressierungsarten.
Aufgrund dieser Einschränkungen können RISC-Prozessoren besonders
effizient arbeiten und benötigen für die Ausführung der meisten Befehle nur
einen einzigen Takt. Ein zentrales Merkmal der RISC-Technik ist die
☞ Load-Store-Architektur, die sie deutlich von der konkurrierenden
☞ CISC-Technik abgrenzt.
▲ |
| ROM ☞ Abschnitt 7.11 |
Read-Only Memory.
Vorprogrammierter
☞ Speicher, der gelesen, aber nicht
beschrieben werden kann.
▲ |
| Römische Zahlen ☞ Abschnitt 3.1 |
Im
antiken Römischen Reich entwickeltes
☞ Additionssystem.
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| Schaltalgebra ☞ Abschnitt 4.1.2 |
Die
Schaltalgebra ist eine spezielle
☞ boolesche Algebra, mit
deren Hilfe sich der Aufbau und die Funktionsweise digitaler Schaltungen
mathematisch beschreiben lässt. Auf der Menge der beiden Wahrheitswerte 0
und 1 definiert die Schaltalgebra die
☞ Elementaroperatoren ¬, ∧ und ∨ wie
folgt:
▲ |
| Schaltkreis ☞ Abschnitt 5.1 |
Elektronische
Schaltung, die aus einer Zusammenschaltung logischer
Grundbausteine einer bestimmten
☞ Schaltkreisfamilie entsteht.
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| Schaltkreisfamilie ☞ Abschnitt 5.1 |
Bezeichnung
für eine Menge logischer Grundbausteine, die in der gleichen
Basistechnologie gefertigt sind. Zu den wichtigsten Basistechnologien gehört
neben der Transistor-Transistor-Logik (TTL) und der Emitter Coupled Logic
(ECL) insbesondere die Metal-Oxide-Semiconductor-Technologie
(MOS).
▲ |
| Schaltnetz ☞ Abschnitt 5.2 |
Funktionales
Modell einer Hardware-Schaltung. Schaltnetze sind aus
☞ Gattern aufgebaut und besitzen keine Speicherelemente. Die an den
Ausgängen anliegenden Signalwerte berechnen sich damit ausschließlich aus
den aktuell an den Eingängen anliegenden Signalwerten.
▲ |
| Schaltungssynthese ☞ Abschnitt 5.2 |
Bezeichnet die
Umsetzung eines abstrakten Modells in eine konkrete
Hardware-Schaltung.
▲ |
| Schaltwerk ☞ Abschnitt 5.2 |
Funktionales
Modell einer Hardware-Schaltung. Im Gegensatz zu
☞ Schaltnetzen sind zusätzliche
☞ Speicherelemente vorhanden, die den
Zustand des Schaltwerks definieren. Mathematisch gesehen können
Schaltwerke mit Hilfe von
☞ endlichen Automaten beschrieben werden. Die
direkte Umsetzung eines Automaten in eine Hardware-Schaltung führt zu
einer Schaltwerksimplementierung in
☞ Huffman-Normalform.
▲ |
| Schieberegister ☞ Abschnitt 9.1.2 |
Spezielles
☞ Register mit der Eigenschaft, die gespeicherten Bits um
eine Stelle nach links oder rechts schieben zu können. Unter anderem
können Schieberegister zur Serialisierung paralleler Datenströme, zur
Parallelisierung serieller Datenströme oder zur Durchführung arithmetischer
Operationen eingesetzt werden.
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| Sequencer ☞ Abschnitt 11.2 |
Spezielles
☞ Schaltwerk, mit dessen Hilfe der
☞ Takt zeitversetzt auf
mehrere Taktleitungen verteilt wird. Die auch als Mehrphasentaktgeber
bezeichnete Komponente ist Bestandteil vieler
☞ mikroprogrammierter
Steuerwerke.
▲ |
| Shannon’scher Entwicklungssatz ☞ Abschnitt 4.4.3 |
Besagt, dass sich
jede
☞ boolesche Funktion mit Hilfe ihrer negativen und
positiven
☞ Kofaktoren darstellen lässt. Durch die rekursive Anwendung des
Shannon’schen Entwicklungssatzes auf alle freien Variablen einer
booleschen Funktion lässt sich diese auf direktem Weg in ihr
☞ Binäres Entscheidungsdiagramm überführen.
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| Speicher ☞ Abschnitt 9.3 |
Hardware-Komponente
zur persistenten Speicherung von Daten und zentraler Bestandteil
eines jeden Rechnersystems. Der Hauptspeicher eines Computers kann als
statischer
☞ SRAM-Speicher oder als dynamischer
☞ DRAM-Speicher
implementiert werden. In einem klassischen
☞ Von-Neumann-Rechner
ist der Hauptspeicher über den
☞ Adress- und
☞ Datenbus mit dem
☞ Mikroprozessor verbunden. Die
☞ Speicherordnung gibt an, in welcher
Reihenfolge die einzelnen
☞ Bytes eines Datenworts im Speicher abgelegt
werden.
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| Speicherelement ☞ Abschnitt 8.1 |
Hardware-Komponente,
die im Gegensatz zu einem
☞ Gatter über einen internen
Zustand und damit über eine Art Gedächtnis verfügt. Synchrone
Speicherelemente koppeln den Wechsel des Zustands an einen
☞ Takt.
Abhängig von der Art der Taktsteuerung sprechen wir von
☞ Latches oder
☞ Flipflops.
▲ |
| Speicherhierarchie ☞ Abschnitt NA |
Bezeichnung für
die verschiedenen Speicherebenen eines Mikrocomputers. In
der Speicherhierarchie sind die Ebenen in absteigender Geschwindigkeit
und aufsteigender Speichergröße geordnet. Am oberen Ende der
Speicherhierarchie steht mit den
☞ Registern des Prozessors der kleinste,
aber schnellste Speicher. Am unteren Ende befindet sich mit dem
☞ virtuellen Speicher der größte, aber langsamste Speicher. Die
Zwischenebenen der Speicherhierarchie werden durch den Hauptspeicher
(
☞ Speicher) und die verschiedenen Varianten der
☞ Cache-Speicher
gebildet.
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| Speicherordnung ☞ Abschnitt 3.1 |
Legt
fest, in welcher Reihenfolge die einzelnen Bytes eines
Datenworts im
☞ Speicher abgelegt werden. In Abhängigkeit der
Anordnung sprechen wir von einer
☞ Little-Endian- oder einer
☞ Big-Endian-Architektur.
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| Sprungvorhersage ☞ Abschnitt NA |
Technik zur
Verringerung der in einem
☞ Mikroprozessor auftretenden
☞ Pipeline-Hazards. Hierzu wird das Verhalten der bedingten Sprungbefehle
eines Programms statisch oder dynamisch analysiert und das Ergebnis zur
Vorhersage des zukünftigen Sprungverhaltens verwendet.
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| SRAM ☞ Abschnitt 9.3 |
Statisches
☞ RAM. Die einzelnen Bits werden mit Hilfe von
☞ Latches
oder
☞ Flipflops gespeichert. Im Vergleich mit der alternativen Technik
des
☞ DRAMs ist der SRAM-Speicher schneller, aber auch deutlich
flächenintensiver. SRAM-Speicher wird insbesondere zum Aufbau von
☞ Cache-Speichern eingesetzt.
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| Stapelregister ☞ Abschnitt 11.1.2 |
Spezielles Hilfsregister
eines
☞ Mikroprozessors, das zur Verwaltung von
Unterprogrammaufrufen dient. Der Inhalt des Registers fungiert als
Schreib-/Lesezeiger auf den Stapelspeicher (Stack). Hierbei handelt es
sich um einen speziellen Bereich des Hauptspeichers (
☞ Speicher),
der die Rücksprungadressen der getätigten Unterprogrammaufrufe
sichert.
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| Statischer Hazard ☞ Abschnitt 5.5.2 |
Liegt
vor, wenn der Signalpegel aufgrund eines Störimpulses für
kurze Zeit wechselt. Ein statischer Hazard-Impuls kann die Ursache eines
☞ Logik-Hazards oder eines
☞ Funktions-Hazards sein.
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| Statusbit ☞ Abschnitt 11.1.2 |
Bezeichnung
eines einzelnen Bits des
☞ Statusregisters. Zu den Statusbits
gehören unter anderem das Carry-Bit C, das Zero-Bit Z und das Negative-Bit
N.
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| Statusregister ☞ Abschnitt 11.1.2 |
Spezielles Hilfsregister
eines
☞ Mikroprozessors, dessen einzelne
☞ Statusbits über
das Ergebnis der letzten arithmetischen Operation bzw. den aktuellen Wert
des
☞ Akkumulators Auskunft geben. Über das Statusregister findet ein
Informationsaustausch zwischen
☞ Rechenwerk und
☞ Steuerwerk
statt.
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| Stellenwertsystem ☞ Abschnitt 3.1 |
Ein
Stellenwertsystem ist ein spezielles
☞ Zahlensystem, das zur
Bestimmung des dargestellten Werts nicht nur die verwendeten Ziffern,
sondern auch deren absolute Position innerhalb der Ziffernfolge in Betracht
zieht. Neben dem uns vertrauten
☞ Dezimalsystem sind das
☞ Binärsystem,
das
☞ Oktalsystem sowie das
☞ Hexadezimalsystem die wichtigsten
Stellenwertsysteme der technischen Informatik.
▲ |
| Steuerbus ☞ Abschnitt 11.1 |
Neben
dem
☞ Adressbus und dem
☞ Datenbus der dritte zentrale
☞ Bus
eines
☞ Von-Neumann-Rechners. Der Bus verbindet den
☞ Mikroprozessor
mit den anderen Funktionseinheiten und dient der Übertragung von Kontroll-
und Steuersignalen.
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| Steuerflussabhängigkeit ☞ Abschnitt NA |
Bezeichnung für die
semantischen Abhängigkeiten zwischen zwei Befehlen. Jeder
bedingte Sprung erzeugt eine Steuerflussabhängigkeit, da die Auswertung
der Sprungbedingung über den nächsten auszuführenden Befehl entscheidet.
Steuerflussabhängigkeiten können zu
☞ Pipeline-Hazards führen, da die
frühen Verarbeitungseinheiten bereits mit der Bearbeitung eines Folgebefehls
beschäftigt sind, bevor die Sprungbedingung vollständig ausgewertet
ist.
▲ |
| Steuerwerk ☞ Abschnitt 10.1.2 |
Neben
dem
☞ Operationswerk die zweite zentrale Komponente eines
Schaltwerks, das mit Hilfe des
☞ Register-Transfer-Entwurfs erzeugt wurde.
Das Steuerwerk implementiert die Ablaufsteuerung des Schaltwerks
und ist direkt mit den Steuerleitungen der Funktionseinheiten im
Operationswerk verbunden. Die Datenverarbeitung selbst findet vollständig
im Operationswerk statt.
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| Strukturbreite ☞ Abschnitt 2.3.2 |
Anderer
Begriff für die
☞ Kanallänge eines einzelnen Transistors. Die
Angabe der Strukturbreite lässt einen direkten Rückschluss auf die
☞ Integrationsdichte eines Mikrochips zu.
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| Strukturelle Induktion ☞ Abschnitt 4.2.3 |
Variante
der
☞ vollständigen Induktion, mit der sich viele Aussagen über
☞ boolesche Ausdrücke beweisen lassen. Hierzu wird die Aussage zunächst
für alle atomaren booleschen Ausdrücke explizit bewiesen und anschließend
gezeigt, dass sich die Gültigkeit der Aussage auf zusammengesetzte
Ausdrücke überträgt. Formal entspricht die strukturelle Induktion einem
vollständigen Induktionsbeweis, dem als Induktionsparameter n die
Formellänge zu Grunde liegt.
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| Subtrahierer ☞ Abschnitt 7.7 |
Spezielles
☞ Schaltwerk zur Durchführung der binären Subtraktion. Ein
Subtrahierer kann auf einfache Weise aus einem
☞ Addierer erzeugt werden,
indem der zweite Operand zunächst in das
☞ Zweierkomplement übersetzt
wird.
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| Superpipelining ☞ Abschnitt NA |
Erweiterung
des
☞ Pipelining-Prinzips, die die Befehlsausführung in noch
feinere Teilschritte zerlegt. Hierdurch werden die in einer einzigen
Verarbeitungseinheit durchgeführten Operationen sukzessive vereinfacht, so
dass die Ausführungsgeschwindigkeit einer einzelnen Pipeline-Stufe
deutlich gesteigert werden kann. Das Superpipelining-Prinzip ist
orthogonal zur
☞ Superskalartechnik und lässt sich mit dieser nahtlos
kombinieren.
▲ |
| Superskalartechnik ☞ Abschnitt NA |
Erweiterung
des
☞ Pipelining-Prinzips, die den Befehlsdurchsatz durch die
Mehrfachauslegung der Verarbeitungseinheiten erhöht. Hierdurch
wird es möglich, in jedem Taktzyklus mehrere Instruktionen in die
Befehls-Pipeline einzuspeisen. Die Superskalartechnik ist orthogonal zum
Prinzip des
☞ Superpipelinings und lässt sich mit diesem nahtlos
kombinieren.
▲ |
| Takt ☞ Abschnitt 8.1.2 |
Binäres Rechtecksignal,
das in periodischen Abständen zwischen den beiden
Signalwerten 0 und 1 wechselt. Der Takt wird durch einen speziellen
Generatorbaustein erzeugt und gibt gewissermaßen die Schlagzahl eines
☞ Schaltwerks vor. Ist ein Schaltwerk taktzustandsgesteuert, so erfolgt ein
Zustandswechsel innerhalb der positiven bzw. der negativen Taktphase. Ist
ein Schaltwerk taktflankengesteuert, erfolgt ein Zustandswechsel stets
zeitgleich mit der positiven bzw. negativen Taktlanke.
▲ |
| Tautologie ☞ Abschnitt 4.2.2 |
☞ Boolescher Ausdruck,
der für alle Variablenbelegungen zu 1 evaluiert. Tautologien
werden auch als allgemeingültige Aussagen bezeichnet.
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| Transduktor ☞ Abschnitt 8.2.1 |
Spezieller
☞ endlicher Automat, der zur Modellierung von
☞ Schaltwerken eingesetzt wird. Transduktoren bestehen aus einer Menge
von Zuständen sowie einem Ein- und einem Ausgabealphabet. In
jedem Verarbeitungsschritt nimmt der Automat ein Eingabezeichen
entgegen, produziert ein Ausgabezeichen und nimmt einen neuen
Zustand ein. Abhängig von der Form der Ausgabefunktion werden
Transduktoren weiter in
☞ Mealy-Automaten und
☞ Moore-Automaten
unterschieden.
▲ |
| Transistor ☞ Abschnitt 2.2 |
Das wichtigste
Halbleiterbauelement im Bereich der Computertechnik.
Transistoren können dazu verwendet werden, ein elektrisches Signal
zu verstärken oder im Falle einer digitalen Ansteuerung ein- oder
auszuschalten. Auf der obersten Ebene werden
☞ Bipolartransistoren und
☞ Feldeffektransistoren unterschieden. Mit Hilfe der
☞ Planartechnik lassen
sich Millionen mikroskopisch kleiner Transistoren auf einem einzelnen
Siliziumträger herstellen.
▲ |
| Übergangstabelle ☞ Abschnitt 8.2.2 |
Spezielle
☞ Wahrheitstabelle zum systematischen Entwurf von
☞ Schaltwerken. Neben der Ausgabefunktion des zu Grunde liegenden
☞ endlichen Automaten beschreibt die Tabelle die Beziehung zwischen dem
aktuellen Zustand und dem Folgezustand. Aus der Übergangstabelle lässt
sich die Übergangsfunktion mit konventionellen Mitteln der
☞ booleschen Algebra ableiten und hieraus eine Implementierung des Schaltwerks in
☞ Huffman-Normalform erzeugen.
▲ |
| Unicode ☞ Abschnitt 3.4.3 |
Universelle
Zeichensatztabelle zum Verfassen multilingualer Texte. Der
Unicode gliedert sich in 17 Bereiche, von denen die sogenannte Basic
Multilingual Plane (BMP) in der Praxis die größte Rolle spielt. Die
ersten 256 Zeichen der BMP sind mit den Zeichen der
☞ ISO 8859-1
identisch.
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| Universalregister ☞ Abschnitt 9.1.3 |
Spezielles
☞ Register, das die Eigenschaften des
☞ Auffangregisters mit
denen des
☞ Schieberegisters in sich vereint.
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| Virtueller Speicher ☞ Abschnitt NA |
Zur Vergrößerung des
Hauptspeichers (
☞ Speicher) wird die
☞ Speicherhierarchie
am unteren Ende durch den Sekundärspeicher erweitert. Der Hauptspeicher
übernimmt damit die Rolle eines schnellen
☞ Cache-Speichers, der
sich zwischen dem
☞ Mikroprozessor und dem Sekundärspeicher
befindet.
▲ |
| Volladdierer ☞ Abschnitt 7.5.1 |
Berechnet
die Summe aus drei Binärziffern. Durch die Verwendung des
dritten Bits als Übertragsbit lässt sich ein vollständiger
☞ Addierer
durch die kaskadierte Zusammenschaltung mehrerer Volladdierer
aufbauen (
☞ Carry-ripple-Addierer). Ein einzelner Volladdierer kann auf
einfache Weise mit Hilfe zweier
☞ Halbaddierer und eines zusätzlichen
ODER-Gatters aufgebaut werden.
▲ |
| Vollständige Induktion ☞ Abschnitt 4.2.3 |
Neben dem
direkten und dem indirekten Beweis ist die vollständige
Induktion die dritte klassische Beweistechnik der Mathematik. Das
Beweisprinzip ist immer dann anwendbar, wenn eine parametrisierte
Aussage A ( n ) für alle natürlichen Zahlen n bewiesen werden soll.
Ein Induktionsbeweis erfolgt in drei Schritten: Zunächst wird im
Induktionsanfang die Aussage für einen oder mehrere Basisfälle bewiesen.
Im nächsten Schritt erfolgt die Annahme, dass die Aussage für ein
gewisses n und alle kleineren Werte bewiesen sei (Induktionsannahme).
Gelingt im Anschluss der Beweis, dass aus der Gültigkeit von A ( n )
stets die Gültigkeit von A ( n +1) folgt, so ist die Aussage für alle n
bewiesen.
Eine mit der vollständigen Induktion verwandte Beweistechnik ist die
☞ strukturelle Induktion, mit deren Hilfe sich zahlreiche Aussagen der
☞ booleschen Algebra beweisen lassen.
▲ |
| Vollständiges Operatorensystem ☞ Abschnitt 4.3.3 |
Jede
Menge M von booleschen Operatoren bildet ein
Operatorensystem. M ist vollständig, wenn sich jede
☞ boolesche Funktion
durch einen
☞ booleschen Ausdruck beschreiben lässt, der ausschließlich
Operatoren aus M enthält.
▲ |
| Von-Neumann-Architektur ☞ Abschnitt 11.1 |
Architekturprinzip
des
☞ Von-Neumann-Rechners. Die Von-Neumann-Architektur
wurde 1965 durch John von Neumann postuliert und ist bis heute die
dominierende universelle Rechnerarchitektur. Eine Alternative stellt die
weniger flexible, aber effizientere
☞ Harvard-Architektur dar, die heute
insbesondere im Bereich digitaler Signalprozessoren weit verbreitet
ist.
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| Von-Neumann-Flaschenhals ☞ Abschnitt 11.1 |
Plakative Bezeichnung
für den Bus eines
☞ Von-Neumann-Rechners und Hinweis auf
ein zentrales Problem der
☞ Von-Neumann-Architektur. Da die gesamte
Kommunikation zwischen dem
☞ Mikroprozessor und den restlichen
Funktionseinheiten über einen einzigen
☞ Bus abgewickelt wird, wird
dieser schnell zum limitierenden Faktor für die maximal erreichbare
Systemleistung.
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| Von-Neumann-Rechner ☞ Abschnitt 11.1 |
Herzstück
des Von-Neumann-Rechners ist ein programmgesteuerter,
sequenziell arbeitender
☞ Mikroprozessor, der über verschiedene
☞ Busse
mit den restlichen Funktionseinheiten kommuniziert.
Ein wesentliches Merkmal eines Von-Neumann-Rechners ist die prinzipielle
Gleichbehandlung von Programminstruktionen und Datenwörtern.
Insbesondere werden Programme zusammen mit den zu verarbeitenden
Daten in einem gemeinsamen
☞ Speicher abgelegt. Auf diese Weise ist ein
einziger
☞ Daten- und
☞ Adressbus für die Kommunikation zwischen
Hauptspeicher und
☞ Mikroprozessor ausreichend, was den Bau eines
Von-Neumann-Rechners deutlich vereinfacht.
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| Vorzeichenbitdarstellung ☞ Abschnitt 3.1 |
Spezielles
☞ Zahlenformat zur Darstellung ganzer, vorzeichenbehafteter
Zahlen. Ein festgelegtes Bit bestimmt das Vorzeichen und die restlichen Bits
den Betrag der repräsentierten Zahl.
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| Wafer ☞ Abschnitt 5.2 |
Zur
Steigerung der Produktionseffizienz werden Mikrochips
stets im Verbund auf großen Siliziumscheiben – den sogenannten
Wafern – hergestellt. Die einzelnen Chips werden erst sehr spät in
der Produktionskette aus dem Wafer herausgetrennt und separat
weiterverarbeitet.
▲ |
| Wahrheitstabelle ☞ Abschnitt 4.1.2 |
Tabellarische
Darstellung einer booleschen Funktion. Die Wahrheitstabelle
einer n-stelligen
☞ booleschen Funktion besteht aus 2
n
Zeilen, die jede für
sich eine eindeutige Belegung der freien Variablen charakterisieren.
Die Größe einer Wahrheitstabelle steigt exponentiell mit der Anzahl
der freien Variablen an und ist für die Darstellung vielstelliger
boolescher Funktionen daher nicht geeignet. Genau wie das binäre oder
funktionale
☞ Entscheidungsdiagramm ist die Wahrheitstabelle eine
☞ Normalformdarstellung.
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| Wallace-Tree-Multiplizierer ☞ Abschnitt 7.8.3 |
Spezieller
☞ Parallelmultiplizierer, der nach dem Schema des
☞ Carry-save-Multiplizierers arbeitet und sich lediglich im Aufbau der
Reduktionszelle unterscheidet. Die Verdichtung der Koeffizientenmatrix findet
in nacheinander durchlaufenen Stufen statt, die in einem iterativen Prozess
konstruiert werden. Im direkten Vergleich mit dem Carry-save-Multiplizierer
zeichnet sich der Wallace-Tree-Multiplizierer durch eine kompaktere
Reduktionszelle aus, wenngleich sich die asymptotische Flächen- und
Laufzeitkomplexität nicht ändert.
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| Wartezyklus ☞ Abschnitt NA |
Künstlich verursachte
Verzögerung, um eine
☞ Steuerflussabhängigkeit aufzulösen.
Wartezyklen können entweder prozessorseitig mit einer speziellen
Verzögerungslogik oder softwareseitig durch das Einfügen von NOP-Befehlen
über den Compiler erzeugt werden.
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| x86-Architektur ☞ Abschnitt NA |
16-Bit-
☞ CISC-
☞ Instruktionsarchitektur der
Firma Intel. Die x86-Architektur wurde bereits 1978
mit dem 8086-Prozessor eingeführt und begründete das Zeitalter der
Personal-Computer. Die x86-Architektur wurde im Laufe der Zeit durch die
☞ IA-32- und die
☞ EM64T-Architektur abgelöst. Aufgrund der hohen
Marktdurchdringung wurden alle Nachfolgearchitekturen abwärtskompatibel
ausgelegt, so dass die x86-Architektur auch heute noch allgegenwärtig
ist.
▲ |
| Zahlenformat ☞ Abschnitt 3.1 |
Definiert,
wie ein Zahlenwert im Speicher eines Computers auf Bitebene
repräsentiert wird. Zur Darstellung ganzer, vorzeichenbehafteter Zahlen
besitzen die
☞ Vorzeichenbitdarstellung, das
☞ Einerkomplement sowie das
☞ Zweierkomplement eine praktische Relevanz. Rationale Zahlen
werden entweder im
☞ Festkommaformat oder im
☞ Gleitkommaformat
dargestellt.
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| Zahlensystem ☞ Abschnitt 3.1 |
Besteht
aus einem Ziffernvorrat sowie einer Berechnungsvorschrift,
die jeder Ziffernfolge einen Zahlenwert zuordnet. Abhängig von der zu
Grunde liegenden Berechnungsvorschrift sprechen wir von einem
☞ Additionssystem oder einem
☞ Stellenwertsystem.
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| Zähler ☞ Abschnitt 9.2 |
Spezielles
☞ Schaltwerk zum Abzählen von Impulsen. Zählerbausteine
werden anhand ihrer Implementierung (asynchron, synchron, gemischt),
ihrer Zählrichtung (vorwärts, rückwärts, bidirektional) sowie des
verwendeten Zahlenformats (
☞ Binärsystem,
☞ BCD-Code, ...)
unterschieden.
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| Zeitdiagramm ☞ Abschnitt 8.1.2 |
Grafische
Darstellung des von einem
☞Schaltwerk erzeugten
Signalverlaufs. Die Zeit wird auf der x-Achse und die überwachten Signale
werden auf der y-Achse aufgetragen.
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| Zustandsvariable ☞ Abschnitt 8.1 |
Variable,
die den aktuellen Zustand eines
☞Speicherelements beschreibt.
Die Werte aller Zustandsvariablen definieren zusammengenommen den
Zustand eines
☞Schaltwerks.
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| Zweierkomplement ☞ Abschnitt 3.1 |
Spezielles
☞Zahlenformat zur Darstellung ganzer, vorzeichenbehafteter
Zahlen. Im Zweierkomplement wird eine Zahl negiert, indem zunächst das
☞Einerkomplement gebildet und der Ergebniswert anschließend um eins
erhöht wird.
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| Zweistufiges Schaltnetz ☞ Abschnitt 5.2.1 |
Ein
☞Schaltnetz heißt n-stufig, wenn ein Signal von den
Eingängen bis zu den Ausgängen maximal n
☞Logikgatter durchläuft. Jede
☞boolesche Funktion lässt sich in ein zweistufiges Schaltnetz überführen,
indem zunächst die
☞konjunktive Minimalform oder die
☞disjunktive Minimalform erzeugt und diese anschließend in ein
☞Schaltnetz synthetisiert
wird.
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