| 3SAT ☞ Abschnitt 7.3.4 |
Spezielle
Variante des
☞ SAT-Problems. Für eine gegebene Menge von
Klauseln mit je drei Literalen ist zu entscheiden, ob eine erfüllende Belegung
existiert. Genau wie SAT gehört auch diese Fragestellung zu den
☞ NP-vollständigen Problemen. Aufgrund seiner Einfachheit wird
3SAT gerne dazu verwendet, um andere Probleme mit dem Mittel der
☞ polynomiellen Reduktion ebenfalls als NP-vollständig zu identifizieren.
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| Abzählbarkeit ☞ Abschnitt 2.3.3 |
Eine
Menge M heißt abzählbar, wenn sie die gleiche
☞ Mächtigkeit
wie die Menge der natürlichen Zahlen besitzt. Dies ist genau dann der Fall,
wenn jedes Element von M eineindeutig einer natürlichen Zahl zugeordnet
werden kann. Jede aufzählbare Menge mit unendlich vielen Elementen ist
auch abzählbar, nicht jedoch umgekehrt.
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| Ackermann-Funktion ☞ Abschnitt 2.3.2 |
Beispiel
einer Funktion, die
☞ While-berechenbar, aber nicht
☞ Loop-berechenbar ist. Ihre Existenz beweist, dass die
☞ Loop-Sprache
nicht an die Stärke der meisten anderen in diesem Buch diskutierten
☞ Berechnungsmodelle herankommt.
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| Akzeptor ☞ Abschnitt 5.2 |
Überbegriff
für eine Reihe
☞ endlicher Automaten, die sich weiter in
deterministische (
☞ DEA) und nichtdeterministische (
☞ NEA) Akzeptoren
untergliedern lassen. In beiden Fällen bestehen die Automaten aus einer Menge
von Zuständen, einem Eingabealphabet, einer Zustandsübergangsfunktion,
einer Reihe von End- oder Finalzuständen sowie einem dedizierten
Startzustand. In jedem Verarbeitungsschritt nimmt der Automat ein einzelnes
Eingabezeichen entgegen und geht in einen neuen Zustand über. Die
Eingabesequenz wird genau dann akzeptiert, wenn die Verarbeitung in einem
Finalzustand endet.
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| Allgemeingültigkeit ☞ Abschnitt 3.1.1 |
Eine
allgemeingültige Formel besitzt die Eigenschaft, dass jede
☞ Interpretation ein
☞ Modell ist. Eine solche Formel ist damit immer wahr,
unabhängig davon, wie wir ihre Bestandteile interpretieren. Der Begriff wird
synonym mit dem Begriff der
☞ Tautologie verwendet.
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| Allgemeinster Unifikator ☞ Abschnitt 3.2.3.1 |
Spezieller
☞ Unifikator mit der Eigenschaft, dass sich alle Unifikatoren
durch die Anwendung einer weiteren Substitution erzeugen lassen.
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| Antinomie ☞ Abschnitt 1.2.1 |
Spezielle
Art des logischen Widerspruchs, in der die Richtigkeit einer
Aussage ihre eigene Falschheit zur Folge hat und umgekehrt. In formalen
Systemen führen Antinomien zu Inkonsistenzen und damit zur völligen
Unbrauchbarkeit der zugrunde liegenden Axiome und Schlussregeln. Zu den
bekanntesten Vertretern gehören das
☞ Barbier-Paradoxon sowie die
☞ Russell’sche Antinomie der naiven Mengenlehre.
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| Äquivalenzproblem ☞ Abschnitt 4.1 |
Wichtige
Problemstellung aus dem Bereich der
☞ formalen Sprachen.
Hinter dem Äquivalenzproblem verbirgt sich die Frage, ob zwei Sprachen L
1
und L
2
aus den gleichen Wörtern bestehen. Mit anderen Worten: Gilt
L
1
= L
2
?
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| Asymptotisches Wachstum ☞ Abschnitt 7.1.1 |
Beschreibt
den Werteverlauf einer Funktion f ( n ) für den Fall n →∞. Wie
sich die Funktion f ( n ) auf einem beliebigen, aber endlichen Anfangsstück
verhält, spielt für das asymptotische Wachstum keine Rolle. Von konstanten
Faktoren wird ebenfalls abstrahiert, so dass die Wachstumsanalyse zu einer
Einteilung von Funktionen in verschiedene
☞ Komplexitätsklassen führt. Das
asymptotische Wachstum ist die Grundlage, um das Laufzeitverhalten und
den Speicherplatzverbrauch von Algorithmen auf einer abstrakten Ebene zu
beschreiben.
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| Aussagenlogik ☞ Abschnitt 3.1 |
Die Aussagenlogik
beschäftigt sich mit
atomaren Aussagen
(„Es regnet“, „Die
Straße ist nass“) und den Beziehungen, die zwischen solchen Aussagen
bestehen („Wenn es regnet, dann ist die Straße nass“). Die Bedeutung der
Aussagenlogik ist zweigeteilt. Zum einen ist sie als Teilmenge in
nahezu allen anderen Logiken enthalten, unter anderem auch in der
☞ Prädikatenlogik und den
☞ Logiken höherer Stufe. Zum anderen spielt sie
eine wichtige Rolle im Hardware-Entwurf, da sich jede kombinatorische
Digitalschaltung mit Hilfe aussagenlogischer Formeln beschreiben
lässt.
▲ |
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| Automatenminimierung ☞ Abschnitt 5.2.2 |
Verfahren,
um die Anzahl der Zustände eines
☞ endlichen Automaten zu
verringern, ohne die nach außen sichtbare Funktion zu verändern. Ein
Automat heißt reduziert, wenn kein funktional äquivalenter Automat
existiert, der weniger Zustände besitzt.
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| Automatensynthese ☞ Abschnitt 5.6.3 |
Bezeichnet die
Umsetzung eines
☞ endlichen Automaten in ein
Schaltungsmodell, das aus Speicherelementen und Logikgattern besteht. Die
Automatensynthese ist ein wesentlicher Arbeitsschritt im Entwurfsprozess
digitaler Hardware-Schaltungen.
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| Axiom ☞ Abschnitt 3.1.3.1 |
Zentraler
Bestandteil eines
☞ Hilbert-Kalküls. Axiome bilden den
Ausgangspunkt eines formalen Beweises und müssen per Definition nicht
selbst abgeleitet werden. In einem formalen Beweis wird die zu zeigende
Aussage durch die sukzessive Anwendung fest definierter
☞ Schlussregeln
aus den Axiomen deduziert.
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| Backus-Naur-Form ☞ Abschnitt 4.4.2.2 |
Spezielle
Notation zur Beschreibung
☞ kontextfreier Sprachen. Die
Backus-Naur-Form wurde erstmals zur Spezifikation der Sprache Algol60
eingesetzt und hat sich heute als De-facto-Standard für die Syntaxdefinition
von Programmiersprachen etabliert.
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| Barbier-Paradoxon ☞ Abschnitt 2.5 |
Bildhafte
☞ Antinomie, die das Problem der Selbstbezüglichkeit
anschaulich demonstriert. Der Barbier von Sevilla rasiert alle Männer von
Sevilla, die sich nicht selbst rasieren. Die inutitive Annahme, dass der
Barbier sich entweder selbst oder nicht selbst rasiert, wird durch einen
Ringschluss stets zu Widerspruch geführt. Das Paradoxon entspricht im Kern
der
☞ Russell’schen Antinomie, mit der die Mathematik zu Beginn
des zwanzigsten Jahrhunderts in ihre bislang größte Krise gestürzt
wurde.
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| Berechenbarkeit ☞ Abschnitt 6.1 |
Eine
Funktion f heiß berechenbar, falls ein systematisches
Verfahren existiert, das für alle Eingaben x nach endlich vielen Schritten
terminiert und den Funktionswert f ( x ) als Ausgabe liefert. Was wir unter
einem systematischen Verfahren zu verstehen haben, wird durch die
Definition eines
☞ Berechnungsmodells formal festgelegt. Der Begriff der
berechenbaren Funktion ist eng mit dem Begriff der
☞ Entscheidbarkeit
gekoppelt.
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| Berechenbarkeitstheorie ☞ Kapitel 6 |
Teilgebiet
der theoretischen Informatik, das sich mit den formalen Grundlagen
und den Grenzen der algorithmischen Methode befasst. Im Gegensatz zur
☞ Komplexitätstheorie steht die prinzipielle
☞ Berechenbarkeit einer
Funktion im Vordergrund und nicht die Effizienz der Lösung. Eine zentrale
Erkenntnis der Berechenbarkeitstheorie ist die Existenz unberechenbarer
Funktionen (
☞ Halteproblem).
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| Berechnungsmodell ☞ Abschnitt 6.1 |
Formales
Konstrukt, um den Begriff der
☞ Berechenbarkeit
mathematisch präzise zu erfassen. In der Vergangenheit wurden zahlreiche
Berechnungsmodelle postuliert, die sich von außen betrachtet erheblich
voneinander unterscheiden. Einige besitzen durch und durch mathematischen
Charakter, während sich andere sehr nahe an der Hardware-Architektur
realer Computersysteme orientieren. Die
☞ primitiv-rekursiven Funktionen,
die
☞ μ-rekursiven Funktionen und das Lambda-Kalkül gehören zur
ersten Gruppe, die
☞ Loop-,
☞ Goto- und
☞ While-Sprache sowie die
☞ Turing-Maschine und die
☞ Register-Maschine zur zweiten.
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| Bisimulation ☞ Abschnitt 5.2.2 |
Spezielle
Äquivalenzrelation auf der Zustandsmenge eines
☞ endlichen Automaten. Zwei Zustände s
1
und s
2
sind genau dann bisimulativ
zueinander, wenn sich der Automat für alle zukünftigen Eingaben
gleich verhält, unabhängig davon, ob er sich in s
1
oder s
2
befindet.
Die Bestimmung bisimulativer Zustände ist eine Kernaufgabe in der
☞ Automatenminimierung.
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| Charakteristische Funktion ☞ Abschnitt 6.4 |
Mathematisches
Konstrukt, das den Zusammenhang zwischen der
☞ Berechenbarkeit einer Funktion und der
☞ Entscheidbarkeit einer
Menge herstellt. Eine Menge M ist genau dann entscheidbar, wenn die
charakteristische Funktion χ
M
berechenbar ist. Ein Spezialfall ist
die partielle charakteristische Funktion, die direkt zum Begriff der
☞ Semi-Entscheidbarkeit führt.
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| Chomsky-Hierarchie ☞ Abschnitt 4.2 |
Rangfolge
von Klassen formaler
☞ Grammatiken. Anhand der Struktur
der Produktionsregeln wird eine Grammatik einer von vier Klassen
zugeordnet. Typ-0-Grammatiken unterliegen keinerlei Einschränkung
und definieren die Sprachklasse der rekursiv aufzählbaren Sprachen.
Typ-1- und Typ-2-Grammatiken erzeugen die
☞ kontextsensitiven
und die
☞ kontextfreien Sprachen.
☞ Reguläre Sprachen werden von
Typ-3-Grammatiken erzeugt. Zwischen den Sprachklassen besteht eine
Inklusionsbeziehung, d. h., jede Typ-3-Sprache ist auch eine Typ-2-Sprache
und so fort. Ferner existieren in jeder Klasse Sprachen, die in der
eingebetteten Klasse nicht enthalten sind.
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| Chomsky-Normalform ☞ Abschnitt 4.4.2.1 |
Spezielle
Darstellungsform für Typ-2-Grammatiken. Zu jeder
☞ kontextfreien Sprache L existiert eine
☞ Grammatik in Chomsky-Normalform,
die L erzeugt. Die Chomsky-Normalform ist eng verwandt mit der
☞ Greibach-Normalform.
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| Church’sche These ☞ Abschnitt 6.2 |
Von
Alonzo Church
aufgestellte These über den Berechenbarkeitsbegriff.
Sie besagt, dass die Klasse der Turing-berechenbaren Funktionen mit der
Klasse der intuitiv berechenbaren Funktionen übereinstimmt. Mit anderen
Worten: Jede Funktion, die überhaupt in irgendeiner Weise berechenbar ist,
kann auch durch eine
☞ Turing-Maschine berechnet werden. Die These wird
durch die Beobachtung gestützt, dass alle hinreichend berechnungsstarken
Modelle wie die
☞ While-Sprache, die
☞ Goto-Sprache, die
☞ μ-Rekursion
oder die
☞ Registermaschine exakt den gleichen Berechenbarkeitsbegriff
definieren.
▲ |
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| Co-Komplexität ☞ Abschnitt 7.2.4 |
Zu jeder
☞ Komplexitätsklasse C existiert die komplementäre
Komplexitätsklasse coC. Eine Sprache L gehört genau dann zu coC,
wenn das Komplement L
zu C gehört. Die co-Komplexität spielt nur
im Bereich nichtdeterministischer Komplexitätsklassen eine Rolle.
Für jede deterministische Komplexitätsklasse C gilt die Beziehung
C = co C.
▲ |
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| CYK-Algorithmus ☞ Abschnitt 4.4.4 |
Nach
John Cocke,
Daniel Younger und Tadao Kasami
benannter
Algorithmus zur Lösung des
☞ Wortproblems
☞ kontextfreier Sprachen. Der
Algorithmus basiert auf dem Verfahren der
☞ dynamischen Programmierung.
Ausgangspunkt ist eine
☞ Grammatik G in
☞ Chomsky-Normalform.
▲ |
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| DEA ☞ Abschnitt 5.2 |
Deterministischer
endlicher
☞ Akzeptor. Im Gegensatz zu seinem
nichtdeterministischen Pendant (
☞ NEA) ist der auszuführende
Zustandsübergang für jedes Eingabezeichen eindeutig definiert. Die von
DEAs und NEAs akzeptierte Sprachklasse ist identisch und entspricht der
Klasse der
☞ regulären Sprachen.
▲ |
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| Diagonalisierung ☞ Abschnitt 2.3.3 |
Mathematisches
Beweisverfahren, um Aussagen über die Mächtigkeit zweier
Mengen zu verifizieren. Unter anderem kann mit der Methode die
Gleichmächtigkeit von ℕ und ℚ gezeigt (erstes Cantor’sche Diagonalargument)
oder die Menge ℝ als überabzählbar entlarvt werden (zweites Cantor’sches
Diagonalargument). In Kapitel ?? wurde die Diagonalisierung eingesetzt,
um die
☞ Unentscheidbarkeit des allgemeinen
☞ Halteproblems zu
beweisen.
▲ |
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| Dirichlet’sches Schubfachprinzip ☞ Abschnitt 3.1.1 |
Mathematische
Schlussregel aus dem Bereich der diskreten Mathematik.
Plakativ beschreibt sie den folgenden Sachverhalt: Werden n +1 Gegenstände
auf n Fächer verteilt, so enthält mindestens ein Fach mehr als einen
Gegenstand. In der Literatur wird das Dirichlet’sche Schubfachprinzip auch
als
Taubenschlagprinzip bezeichnet, in Anlehnung an den englischen Begriff
pigeonhole principle.
▲ |
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| Disjunktive Form ☞ Abschnitt 3.1.2 |
Eine
Logikformel liegt in disjunktiver Form vor, wenn sie als
Disjunktion von Konjunktionen aufgebaut ist.
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| Disjunktive Normalform ☞ Abschnitt 3.1.2 |
Eine
Logikformel liegt in disjunktiver Normalform vor, wenn sie
als Disjunktion von
☞ Mintermen aufgebaut ist und alle Minterme paarweise
verschieden sind.
▲ |
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| Dynamische Programmierung ☞ Abschnitt 4.4.4 |
Spezielles Konstruktionsprinzip
für Algorithmen. Die dynamische Programmierung kann
immer dann eingesetzt werden, wenn sich die optimale Lösung eines
Problems aus den optimalen Lösungen seiner Teilprobleme zusammensetzen
lässt. Ein bekannter Algorithmus, der nach diesem Prinzip arbeitet, ist der
☞ CYK-Algorithmus zur Lösung des
☞ Wortproblems
☞ kontextfreier Sprachen. Auch das
☞ Rucksackproblem lässt sich mit dem Prinzip der
dynamischen Programmierung effizient lösen.
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| Endlicher Automat ☞ Kapitel 5 |
Mathematisches
Modell zur Beschreibung zustandsbasierter Systeme.
Entsprechend ihrer Funktionsweise werden endliche Automaten in
☞ Akzeptoren und
☞ Transduktoren eingeteilt. Akzeptoren sind ein wichtiges
Hilfsmittel für die Analyse
☞ formaler Sprachen. Transduktoren sind die
theoretische Grundlage für die Modellierung jeglicher Computer-Hardware.
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| Endlichkeitsproblem ☞ Abschnitt 4.1 |
Wichtige
Problemstellung aus dem Bereich der
☞ formalen Sprachen.
Hinter dem Endlichkeitsproblem verbirgt sich die Frage, ob eine Sprache L
über einen endlichen Wortschatz verfügt. Mit anderen Worten: Gilt
| L | < ∞?
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| Entscheidbarkeit ☞ Abschnitt 6.4 |
Eine
Menge M heißt entscheidbar, falls die
☞ charakteristische Funktion
☞ berechenbar ist. Für eine entscheidbare Menge M existiert ein
systematisches Verfahren, das für alle Eingaben ω nach endlicher Zeit
beantwortet, ob ω ein Element von M ist oder nicht. Heute wissen wir,
dass zahllose
☞ unentscheidbare Mengen existieren. Kurzum: Der
algorithmischen Methode sind unüberwindbare Grenzen gesetzt.
▲ |
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| Epsilon- Übergang ☞ Abschnitt 5.3.3 |
Spontaner
Zustandsübergang in einem
☞ endlichen Automaten, der kein
Eingabezeichen konsumiert. Epsilon-Übergänge (kurz ϵ-Übergänge)
erleichtern die Konstruktion von
☞ Akzeptoren für viele
☞ reguläre Sprachen,
führen aber zu keiner grundlegenden Veränderung des Automatenmodells.
Jeder ϵ-Automat lässt sich in einen äquivalenten Automaten übersetzen, der
keine ϵ-Übergänge mehr besitzt.
▲ |
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| Erfüllbarkeit ☞ Abschnitt 3.1.1 |
Eine
erfüllbare Formel besitzt die Eigenschaft, dass mindestens
eine
☞ Interpretation auch ein
☞ Modell ist. Eine wichtige Teilmenge der
erfüllbaren Formeln sind die
☞ Tautologien.
▲ |
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| Erfüllbarkeitsäquivalenz ☞ Abschnitt 3.2.2 |
Zwei Formeln
heißen erfüllbarkeitsäquivalent, wenn aus der
☞ Erfüllbarkeit
der einen die Erfüllbarkeit der anderen folgt. Zwei äquivalente Formeln sind
immer auch erfüllbarkeitsäquivalent, aber nicht umgekehrt.
▲ |
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| EXP ☞ Abschnitt 7.2.3 |
Die
☞ Komplexitätsklasse EXP enthält alle Sprachen, die von
deterministischen
☞ Turing-Maschinen in exponentieller Zeit entschieden
werden können.
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| Formale Sprache ☞ Abschnitt 4.1 |
Menge
von Wörtern, die über einem endlichen Alphabet Σ gebildet
werden. Formale Sprachen lassen sich mit Hilfe von
☞ Grammatiken generativ
erzeugen und anhand der
☞ Chomsky-Hierarchie in verschiedene Klassen
einteilen. Wichtige Fragestellungen in der Theorie der formalen Sprachen
sind das
☞ Wortproblem, das
☞ Leerheitsproblem, das
☞ Äquivalenzproblem
und das
☞ Endlichkeitsproblem.
▲ |
||||
| Formales System ☞ Abschnitt 3.1.3 |
In
diesem Buch wird der Begriff des formalen Systems
synonym mit dem Begriff des
☞ Kalküls verwendet. Leider hat sich
diese Terminologie in der Literatur nicht einheitlich durchgesetzt. So
wird ein formales System in einigen Büchern nur dann als Kalkül
bezeichnet, wenn es spezielle Eigenschaften wie z. B. die Forderung
nach einer endlichen Anzahl von
☞ Axiomen oder
☞ Schlussregeln
erfüllt.
▲ |
||||
| Gilmore-Algorithmus ☞ Abschnitt 3.2.3 |
Beweisverfahren
für Formeln der
☞ Prädikatenlogik. Der Gilmore-Algorithmus
zeigt die
☞ Allgemeingültigkeit einer Formel F, indem schrittweise
die Menge der
☞ Grundinstanzen von ¬ F approximiert wird. Ist die
erzeugte Teilmenge im aussagenlogischen Sinne
☞ unerfüllbar, so ist
nach dem
☞ Satz von Herbrand auch die Formel ¬ F unerfüllbar. Aus
der Unerfüllbarkeit von F folgt sofort die Allgemeingültigkeit von
F .
▲ |
||||
| Gödelisierung ☞ Abschnitt 6.1.5.6 |
Eine
injektive Funktion c : M → ℕ heißt Gödelisierung, wenn die
Bildmenge c ( M )
☞ entscheidbar und neben c auch die Umkehrfunktion c
- 1
☞ berechenbar ist. c ( x ) heißt die
Gödelnummer des Elements x, geschrieben
als ⟨
x ⟩. Die Gödelisierung erlaubt es, Aussagen über Objekte einer
☞ abzählbaren Menge M in Aussagen über die natürlichen Zahlen zu
übersetzen.
▲ |
||||
| Goto-Programm ☞ Abschnitt 6.1.3 |
Programm,
verfasst in der fiktiven
☞ Goto-Sprache. Der bedingte
Sprungbefehl (If-Goto) ist die einzige Möglichkeit, den Kontrollfluss zu
steuern. Nach der
☞ Church’schen These lässt sich jede intuitiv berechenbare
Funktion mit Hilfe eines Goto-Programms berechnen.
▲ |
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| Goto-Sprache ☞ Abschnitt 6.1.3 |
Menge
aller
☞ Goto-Programme. Nach der
☞ Church’schen These
sind alle intuitiv berechenbaren Funktionen f Goto-berechenbar, d. h., es
existiert ein Goto-Programm, das x als Eingabe entgegennimmt und f ( x ) als
Ausgabe liefert. Die Goto-Sprache besitzt die gleiche Berechnungsstärke wie
die
☞ While-Sprache, die
☞ Turing-Maschine, die
☞ Registermaschine und
die
☞ μ-rekursiven Funktionen.
▲ |
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| Grammatik ☞ Abschnitt 4.1 |
Instrumentarium
zur generativen Beschreibung
☞ formaler Sprachen. Die
Wörter einer Sprache werden aus einem Startsymbol durch die Anwendung
verschiedener Produktionsregeln abgeleitet. Abhängig von der Struktur der
einzelnen Produktionen werden Grammatiken in vier disjunkte Klassen
eingeteilt. Es entsteht die sogenannte
☞ Chomsky-Hierarchie.
▲ |
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| Greibach-Normalform ☞ Abschnitt 4.7 |
Verallgemeinerung
der Bildungsregeln
☞ regulärer Grammatiken. Es lässt sich
zeigen, dass jede von einer Greibach-Grammatik erzeugte Sprache
kontextfrei ist. Umgekehrt existiert zu jeder
☞ kontextfreien Sprache L mit
ϵ ⁄∈ L eine erzeugende Grammatik in Greibach-Normalform. Eine
weitere wichtige Darstellungsvariante für Typ-2-Sprachen ist die
☞ Chomsky-Normalform.
▲ |
||||
| Grundinstanz ☞ Abschnitt 3.2.3 |
Sei
F eine Formel der
☞ Prädikatenlogik. Eine Grundinstanz
entsteht, indem alle Variablen durch Terme ersetzt werden, die ausschließlich
Funktions- und Konstantensymbole aus F enthalten.
▲ |
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| Halteproblem ☞ Abschnitt 6.5 |
Synonym
für die Frage, ob für jede
☞ Turing-Maschine T und
jedes Eingabewort ω algorithmisch entschieden werden kann, ob T
unter Eingabe von ω terminiert. Die
☞ Berechenbarkeitstheorie lehrt
uns, dass das Halteproblem
☞ unentscheidbar ist und ein solches
Entscheidungsverfahren aus fundamentalen Überlegungen heraus
nicht existieren kann. Mit Hilfe der
☞ Reduktionstechnik lassen sich
weitere
☞ unentscheidbare Probleme identifizieren. Hierzu gehören das
☞ Halteproblem auf leerem Band, das
☞ spezielle Halteproblem und
das
☞ Post’sche Korrespondenzproblem. Die Verallgemeinerung des
Halteproblems führt auf direkten Weg zum berühmten
☞ Satz von Rice.
▲ |
||||
| Halteproblem auf leerem Band ☞ Abschnitt 6.5 |
Synonym
für die Frage, ob für jede
☞ Turing-Maschine T algorithmisch
entschieden werden kann, ob T unter Eingabe von ϵ terminiert. Das
Halteproblem auf leerem Band ist
☞ unentscheidbar.
▲ |
||||
| Hamilton-Problem ☞ Abschnitt 1.2.4 |
Bekanntes Problem
aus der Graphentheorie. Untersucht wird die Frage, ob in
einem Graphen G ein geschlossener Weg existiert, der alle Knoten genau
einmal besucht. Das Hamilton-Problem ist
☞ NP-vollständig und
damit Teil einer großen Klasse schwer zu lösender Probleme. Für die
☞ Komplexitätstheorie ist es von Interesse, da eine geringfügige Änderung
der Aufgabenstellung zu einem Problem führt, das in linearer Zeit gelöst
werden kann (
☞ Königsberger Brückenproblem).
▲ |
||||
| Herbrand-Interpretation ☞ Abschnitt 3.2.3 |
Spezielle
☞ Interpretation für Formeln der
☞ Prädikatenlogik, in der die
Variablen- und Funktionssymbole durch Elemente des
☞ Herbrand-Universums
interpretiert werden.
▲ |
||||
| Herbrand-Universum ☞ Abschnitt 3.2.3 |
Das
Herbrand-Universum einer prädikatenlogischen Formel F ist
die Menge aller variablenfreier Terme, die mit den Funktionssymbolen von F
gebildet werden können.
▲ |
||||
| Herbrand-Modell ☞ Abschnitt 3.2.3 |
Ist
eine
☞ Herbrand-Interpration ein
☞ Modell einer Formel F,
so sprechen wir von einem Herbrand-Modell. Alle prädikatenlogischen
Kalküle beruhen auf der Eigenschaft, dass eine Formel F genau dann
erfüllbar ist, wenn sie ein Herbrand-Modell besitzt.
▲ |
||||
| Hilbert-Kalkül ☞ Abschnitt 3.1.3 |
Spezielle
☞ Kalküle, die sich an der traditionellen mathematischen
Beweisführung orientieren. In einem Hilbert-Kalkül werden wahre Aussagen
aus einer Menge von Axiomen durch die sukzessive Anwendung fest
definierter Schlussregeln abgeleitet. Ein Beweis ist eine Folge von
☞ Tautologien, an deren Ende die Behauptung steht. Hilbert-Kalküle sind
von hohem theoretischen Interesse, spielen in der Praxis dagegen kaum eine
Rolle. Hier kommen fast ausschließlich
☞ Widerspruchskalküle zum Einsatz,
in denen sich die
☞ Allgemeingültigkeit einer Formel mit weniger Aufwand
beweisen lässt.
▲ |
||||
| Induktionsaxiom ☞ Abschnitt 2.3.1 |
Name des fünften
☞ Peano-Axioms. Seine Aussage lautet wie folgt: Enthält eine
Teilmenge M von ℕ die Zahl 1 und zu jedem Element n auch ihren
Nachfolger n ′, so gilt M = ℕ. Aus dem Induktionsaxiom erwächst das
Beweisprinzip der
☞ vollständigen Induktion.
▲ |
||||
| Interpretation ☞ Abschnitt 3.1.1 |
Spezielle Abbildung,
die den Symbolen einer Logikformel eine Bedeutung
zuordnet. Interpretationen sind das Bindeglied zwischen der
☞ Syntax und
der
☞ Semantik einer
☞ Logik.
▲ |
||||
| Inzidenzmatrix ☞ Abschnitt 5.7 |
Matrix der Größe m × n,
die das Schaltverhalten eines
☞ Petri-Netzes mit m Stellen und
n Transitionen beschreibt. Für jede Stelle existiert eine eigene Zeile und für
jede Transition eine eigene Spalte. Der Wert ( i,j ) besagt, wie sich die
Anzahl der Marken in der Stelle S
i
ändert, wenn die Transition T
j
schaltet. Durch die Multiplikation mit dem
☞ Parikh-Vektor lässt sich die
Folgekonfiguration berechnen.
▲ |
||||
| Kalkül ☞ Abschnitt 3.1.3 |
Regelsystem
, mit dem die Allgemeingültigkeit einer Logikformel auf
☞ syntaktischer Ebene bewiesen werden kann. Die Durchführung eines
Beweises verläuft rein maschinell und kommt ohne Meta-Wissen über
☞ Interpretationen oder
☞ Modelle aus. In der
☞ Aussagenlogik und
☞ Prädikatenlogik spielen die
☞ Hilbert-Kalküle, der
☞ Resolutionskalkül und
der
☞ Tableaukalkül eine hervorgehobene Rolle. Die beiden letztgenannten
fallen in die Klasse der
☞ Widerspruchskalküle. In diesem Buch wird der
Begriff des Kalküls synonym mit dem Begriff des
☞ formalen Systems
verwendet.
▲ |
||||
| Kardinalzahl ☞ Abschnitt 2.3.3 |
Maß
für die
☞ Mächtigkeit einer Menge. Die Kardinalzahl einer
endlichen Menge mit n Elementen entspricht n. Unendliche Mengen lassen
sich bez. ihrer Mächtigkeit in Äquivalenzklassen einteilen, die durch die
Kardinalzahlen ℵ
0
, ℵ
1
, … repräsentiert werden. ℵ (Aleph) ist der erste
Buchstabe des hebräischen Alphabets.
▲ |
||||
| Kellerautomat ☞ Abschnitt 5.5 |
Spezieller
☞ endlicher Automat, der neben einer endlichen Zustandsmenge
einen
☞ Kellerspeicher besitzt. Durch den hinzugefügten Speicher gewinnen
Kellerautomaten im Vergleich zu DEAs oder NEAs an Ausdrucksstärke
hinzu. Die Klasse der von Kellerautomaten akzeptierten Sprachen entspricht
der Klasse der
☞ kontextfreien Sprachen.
▲ |
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| Kellerspeicher ☞ Abschnitt 5.5 |
Unendlich
großer Speicher, der nach dem FIFO-Prinzip arbeitet. Die
Abkürzung FIFO steht für First In, First Out und bedeutet, dass immer nur
das oberste Kellerzeichen manipuliert werden kann.
▲ |
||||
| Klausel ☞ Abschnitt 3.1.2 |
Eine Klausel
ist eine Menge von
☞ Literalen { ( ¬ ) A
1
, … , ( ¬ ) A
i
} und steht
stellvertretend für die Formel ( ¬ ) A
1
∨ … ∨ ( ¬ ) A
i
. Die leere Klausel □
repräsentiert den Wahrheitswert 0.
▲ |
||||
| Kleene’sche Normalform ☞ Abschnitt 6.1.3 |
Spezielle
Darstellungsform für
☞ While-Programme, die mit einer
einzigen While-Schleife auskommen. Nach dem
☞ Satz von Kleene existiert
für jedes While-Programm ein äquivalentes Programm in Kleene’scher
Normalform.
▲ |
||||
| Komplexitätsklasse ☞ Abschnitt 7.1.1 |
In
der
☞ Komplexitätstheorie werden Funktionen anhand ihres
☞ asymptotischen Wachstums in verschiedene Komplexitätsklassen
eingeteilt. Für deren Beschreibung wird die
☞ O-Notation verwendet.
Komplexitätsklassen werden eingesetzt, um die Laufzeit und den
Platzverbrauch von Algorithmen zu kategorisieren. Von besonderer
Bedeutung sind die Klassen
☞ P,
☞ NP,
☞ EXP,
☞ NEXP,
☞ PSPACE und
☞ NPSPACE. Zu jeder Komplexitätsklasse C existiert eine komplementäre
Komplexitätsklasse coC (
☞ Co-Komplexität).
▲ |
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| Komplexitätstheorie ☞ Kapitel 7 |
Teilgebiet
der theoretischen Informatik, das sich mit der Frage beschäftigt,
wie sich Algorithmen für sehr große Eingaben verhalten. Hierzu werden
Algorithmen anhand ihres Speicherplatzbedarfs und Zeitverbrauchs in
verschiedene Komplexitätsklassen eingeteilt, die Rückschlüsse auf
das asymptotische Wachstum der untersuchten Parameter zulassen.
Im Gegensatz zur
☞ Berechenbarkeitstheorie, die Fragen nach der
puren Existenz von Berechnungsverfahren beantwortet, stellt die
Komplexitätstheorie die praktische Verwertbarkeit von Algorithmen in den
Vordergrund.
▲ |
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| Konfiguration ☞ Abschnitt 5.2 |
Momentaufnahme
eines
☞ endlichen Automaten oder einer
☞ Turing-Maschine. Der
Konfigurationsbegriff ist ein technisches Hilfsmittel, um Zustandsübergänge
und die hieraus resultierende Ableitungsrelation in mathematisch präziser
Form zu charakterisieren.
▲ |
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| Königsberger Brückenproblem ☞ Abschnitt 1.2.4 |
Bekanntes Problem
aus der Graphentheorie. Untersucht wird die Frage, ob in
einem Graphen G ein geschlossener Weg existiert, der alle Kanten genau
einmal besucht. Leonhard Euler konnte zeigen, dass das Problem in linearer
Zeit gelöst werden kann. Für die
☞ Komplexitätstheorie ist es von Interesse,
da eine geringfügige Änderung der Aufgabenstellung ein
☞ NP-vollständiges
Problem entstehen lässt (
☞ Hamilton-Problem).
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| Konjunktive Form ☞ Abschnitt 3.1.2 |
Eine
Logikformel liegt in konjunktiver Form vor, wenn sie als
Konjunktion von Disjunktionen aufgebaut ist.
▲ |
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| Konjunktive Normalform ☞ Abschnitt 3.1.2 |
Eine
Logikformel liegt in konjunktiver Normalform vor, wenn sie
als Konjunktion von
☞ Maxtermen aufgebaut ist und alle Maxterme
paarweise verschieden sind.
▲ |
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| Kontextfreie Grammatik ☞ Abschnitt 4.2 |
Grammatik
mit der Eigenschaft, dass die linke Seite einer Produktionsregel
ausschließlich aus einer einzigen Variablen besteht. In der Nomenklatur
der
☞ Chomsky-Hierarchie werden kontextfreie Grammatiken als
Typ-2-Grammatiken bezeichnet.
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| Kontextfreie Sprache ☞ Abschnitt 4.2 |
Eine
Sprache L heißt kontextfrei, falls eine
☞ kontextfreie Grammatik existiert, die L erzeugt. Die Menge der kontextfreien Sprachen
entspricht der Menge der von
☞ Kellerautomaten akzeptierten Sprachen.
▲ |
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| Kontextsensitive Grammatik ☞ Abschnitt 4.2 |
Grammatik
mit der Eigenschaft, dass die Anwendung einer Produktion
niemals zu einer Verkürzung der abgeleiteten Zeichenkette führt. In der
Nomenklatur der
☞ Chomsky-Hierarchie werden kontextsensitive
Grammatiken als Typ-1-Grammatiken bezeichnet.
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| Kontextsensitive Sprache ☞ Abschnitt 4.2 |
Eine
Sprache L heißt kontextsensitiv, falls eine
☞ kontextsensitive Grammatik existiert, die L erzeugt. Die Menge der kontextsensitiven
Sprachen entspricht der Menge der Sprachen, die von linear beschränkten
☞ Turing-Maschinen akzeptiert werden.
▲ |
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| Landau-Symbole ☞ Abschnitt 7.1.1 |
Bezeichnung
für die Symbolmenge {O, Ω , Θ ,o,ω }. Die Landau-Symbole
werden in der
☞ O-Notation verwendet, um das
☞ asymptotische Wachstum
von Funktionen zu beschreiben.
▲ |
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| Leerheitsproblem ☞ Abschnitt 4.1 |
Wichtige
Problemstellung aus dem Bereich der
☞ formalen Sprachen.
Hinter dem Leerheitsproblem verbirgt sich die Frage, ob eine gegebene
Sprache L mindestens ein Wort enthält. Mit anderen Worten: Gilt
L ≠ ∅?
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| Linksableitung ☞ Abschnitt 4.1 |
Ableitungssequenz
mit der Eigenschaft, dass in jedem Schritt das am weitesten
links stehende Nonterminal ersetzt wurde.
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| Literal ☞ Abschnitt 3.1.2 |
Bezeichnung
für eine atomare Formel oder deren Negation. In der
Aussagenlogik hat ein Literal damit die Form A oder ¬ A, wobei A eine
beliebige aussagenlogische Variable bezeichnet.
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| Logik ☞ Kapitel 3 |
Teilbereich
der Mathematik, der sich mit grundlegenden Fragestellungen
mathematischer Theorien beschäftigt. Ferner wird der Begriff für die
Beschreibung von formalen Systemen verwendet, in denen die
☞ Syntax und
die
☞ Semantik strikten Regeln folgen. In der Vergangenheit wurden
verschiedene Logiken postuliert, die sich sowohl in ihrem Erscheinungsbild
als auch in ihrer Ausdrucksstärke erheblich voneinander unterscheiden.
Wichtige Vertreter sind die
☞ Aussagenlogik, die
☞ Prädikatenlogik sowie
die
☞ Logiken höherer Stufe.
▲ |
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| Logik höherer Stufe ☞ Abschnitt 3.3 |
Erweiterung
der
☞ Prädikatenlogik, die unter anderem stark genug ist, um
die natürlichen Zahlen zu beschreiben. Im Gegensatz zur Prädikatenlogik
dürfen in Logiken höherer Stufe auch Teilmengen des Grundbereichs, d. h.
auch Prädikate quantifiziert werden. Erst hierdurch wird es möglich, das für
die Formalisierung der natürlichen Zahlen unabdingbare
☞ Induktionsaxiom
innerhalb der Logik auszudrücken. Logiken höherer Stufe werden in
denjenigen Bereichen der formalen Hard- und Software-Verifikation
eingesetzt, die eine hohe Ausdrucksstärke benötigen.
▲ |
||||
| Loop-Programm ☞ Abschnitt 6.1.1 |
Programm,
verfasst in der fiktiven
☞ Loop-Sprache. Die Loop-Schleife ist
die einzige Möglichkeit, den Kontrollfluss zu steuern. Anders als in einem
☞ While-Programm steht die Anzahl der auszuführenden Iterationen
vor dem Schleifeneintritt fest und kann danach nicht mehr verändert
werden.
▲ |
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| Loop-Sprache ☞ Abschnitt 6.1.1 |
Menge
aller
☞ Loop-Programme. Die Loop-Sprache ist
berechnungsschwächer als die
☞ While-Sprache oder die
☞ Goto-Sprache.
So lässt sich beispielsweise die
☞ Ackermann-Funktion mit Hilfe eines
☞ While-Programms oder eines
☞ Goto-Programms berechnen, nicht jedoch
mit einem Loop-Programm.
▲ |
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| Mächtigkeit ☞ Abschnitt 2.3.3 |
Mathematisches
Konstrukt, das quantitative Aussagen über die Anzahl der
Elemente beliebig großer Mengen gestattet. Die Mächtigkeit endlicher
Mengen wird mit der Anzahl ihrer Elemente gleichgesetzt. Unendliche
Mengen werden bez. ihrer Eigenschaft untersucht, bijektiv auf andere
Mengen mit bekannter Mächtigkeit abbildbar zu sein. Auf diese Weise
entsteht eine Hierarchie verschiedener Unendlichkeiten, die sich mit Hilfe
von
☞ Kardinalzahlen eindeutig beschreiben lassen.
▲ |
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| Maxterm ☞ Abschnitt 3.1.2 |
Aussagenlogische
Formel, die für genau eine Variablenbelegung falsch wird. Ein
Maxterm einer Funktion mit n Variablen besteht aus n disjunktiv verknüpften
☞ Literalen.
▲ |
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| Mealy-Automat ☞ Abschnitt 5.6.4 |
Spezieller
☞ Transduktor, der die Ausgabe sowohl aus dem aktuellen
Zustand als auch aus der aktuellen Eingabe berechnet. Mealy-Automaten
werden aufgrund dieser Eigenschaft auch als Übergangsautomaten
bezeichnet.
▲ |
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| Mehrdeutigkeitsproblem ☞ Abschnitt 4.1 |
Wichtige
Problemstellung aus dem Bereich der
☞ formalen Sprachen.
Hinter dem Mehrdeutigkeitsproblem verbirgt sich die Frage, ob die
Ableitungssequenzen einer Grammatik G stets eindeutig sind. In
mehrdeutigen Grammatiken existiert mindestens ein Wort ω, das sich durch
unterschiedliche Regelanwendungen aus dem Startsymbol S ableiten
lässt.
▲ |
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| Minterm ☞ Abschnitt 3.1.2 |
Aussagenlogische
Formel, die für genau eine Variablenbelegung wahr wird. Ein
Minterm einer Funktion mit n Variablen besteht aus n konjunktiv
verknüpften
☞ Literalen.
▲ |
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| Modell ☞ Abschnitt 3.1.1 |
Spezielle
☞ Interpretation, die eine gegebene logische Formel wahr
werden lässt.
▲ |
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| Modus ponens ☞ Abschnitt 3.1.3 |
Elementare Schlussregel
der mathematischen Logik, die sich in Worten wie folgt
umschreiben lässt: Wenn die Aussage A wahr ist und aus A die Aussage B
folgt, so ist auch B wahr. Der Modus ponens ist die bevorzugte Schlussregel
in den meisten
☞ Hilbert-Kalkülen.
▲ |
||||
| Moore-Automat ☞ Abschnitt 5.6.4 |
Spezieller
☞ Transduktor, der die aktuelle Ausgabe ausschließlich aus
dem aktuellen Zustand berechnet. Moore-Automaten werden aufgrund dieser
Eigenschaft auch als Zustandsautomaten bezeichnet.
▲ |
||||
| μ-rekursive Funktion ☞ Abschnitt 6.1.4 |
Kleinste
Menge, die alle
☞ primitiv-rekursiven Funktionen enthält und
außerdem unter der Anwendung des μ-Operators abgeschlossen ist. Die
μ-rekursiven Funktionen besitzen die gleiche Berechnungsstärke wie die
☞ While-Sprache, die
☞ Goto-Sprache, die
☞ Turing-Maschine und die
☞ Registermaschine. Nach der
☞ Church’schen These ist jede intuitiv
berechenbare Funktion auch μ-rekursiv.
▲ |
||||
| NEA ☞ Abschnitt 5.3 |
Nichtdeterministischer
endlicher
☞ Akzeptor. Im Gegensatz zu seinem
deterministischen Pendant (
☞ DEA) können für die gleiche Eingabe
mehrere mögliche Zustandsübergänge definiert sein und damit mehrere
verschiedene Berechnungsfolgen für die gleiche Eingabe existieren. Mit dem
☞ Potenzmengenautomaten existiert zu jedem NEA ein DEA, der die gleiche
☞ formale Sprache akzeptiert. Die von DEAs und NEAs akzeptierten
Sprachklassen sind identisch und entsprichen der Klasse der
☞ regulären Sprachen.
▲ |
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| Negationsnormalform ☞ Abschnitt 3.2.2 |
Eine Formel
liegt in Negationsnormalform vor, wenn das Negationszeichen
nur vor atomaren Formeln auftaucht. In der
☞ Prädikatenlogik wird diese
Darstellung als Zwischenschritt in der Erzeugung der
☞ Pränex-Form
verwendet.
▲ |
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| NEXP ☞ Abschnitt 7.2.3 |
Die
☞ Komplexitätsklasse NEXP enthält alle Sprachen, die von
nichtdeterministischen
☞ Turing-Maschinen in exponentieller Zeit
entschieden werden können.
▲ |
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| NP ☞ Abschnitt 7.2.1 |
Die
☞ Komplexitätsklasse NP enthält alle Sprachen, die von
nichtdeterministischen
☞ Turing-Maschinen in polynomieller Zeit
entschieden werden können. NP ist eine Obermenge von
☞ P. Ob es sich
dabei um eine echte Obermenge handelt (NP\P≠ ∅), ist Gegenstand des
derzeit ungelösten
☞ P-NP-Problems.
▲ |
||||
| NP-hart ☞ Abschnitt 7.3.2 |
Ein
Problem ist NP-hart, wenn sich sämtliche Probleme der
Komplexitätsklasse
☞ NP durch
☞ polynomielle Reduktion darauf abbilden
lassen. Ein NP-hartes Problem kann, muss aber nicht selbst in der Klasse NP
liegen.
▲ |
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| NPSPACE ☞ Abschnitt 7.2.2 |
Die
☞ Komplexitätsklasse NPSPACE enthält alle Sprachen, die
von nichtdeterministischen
☞ Turing-Maschinen mit polynomiellem
Bandplatzverbrauch entschieden werden können. Aus dem
☞ Satz von Savitch folgt, dass die Klasse NSPACE mit der Klasse
☞ PSPACE
übereinstimmt.
▲ |
||||
| NP-vollständig ☞ Abschnitt 7.3.2 |
Ein
Problem ist NP-vollständig, wenn es
☞ NP-hart ist und selbst
in der Klasse
☞ NP liegt. NP-vollständige Probleme gelten als die
schwierigsten Probleme innerhalb von NP, da sich alle anderen Probleme
durch
☞ polynomielle Reduktion darauf abbilden lassen.
▲ |
||||
| O-Notation ☞ Abschnitt 7.1.1 |
Standardschreibweise
für die Benennung von
☞ Komplexitätsklassen. Das große ’O’
ist eines von fünf
☞ Landau-Symbolen und der Namensgeber dieser
Notation.
▲ |
||||
| P ☞ Abschnitt 7.2.1 |
Die
☞ Komplexitätsklasse P enthält alle Sprachen, die von
deterministischen
☞ Turing-Maschinen in polynomieller Zeit entschieden
werden können. P ist eine Teilmenge von
☞ NP. Ob es sich dabei um eine
echte Teilmenge handelt (NP\P≠ ∅), ist Gegenstand des derzeit ungelösten
☞ P-NP-Problems.
▲ |
||||
| Paarungsfunktion ☞ Abschnitt 2.3.3 |
Die Cantor’sche
Paarungsfunktion bildet die Elemente der Menge ℕ × ℕ
bijektiv auf die Menge ℕ ab. Ihre Existenz beweist, dass die Menge ℕ
k
für
alle k ∈ ℕ die gleiche
☞ Mächtigkeit besitzt wie die natürlichen Zahlen
selbst.
▲ |
||||
| Parikh-Vektor ☞ Abschnitt 5.7 |
Vektordarstellung
einer Sequenz von nacheinander schaltenden Transitionen
eines
☞ Petri-Netzes. Durch die Multiplikation mit der
☞ Inzidenzmatrix lässt
sich die Folgekonfiguration eines Petri-Netzes berechnen.
▲ |
||||
| Partielle Funktion ☞ Abschnitt 2.2 |
Funktion,
die nicht für alle Elemente ihres Definitionsbereichs einen
definierten Funktionswert besitzt. In der klassischen Mathematik ist dieser
Begriff unbekannt – dort sind alle Funktionen per Definition
☞ total.
In der theoretischen Informatik werden partielle Funktionen für die
Beschreibung von Algorithmen eingesetzt, die für gewisse Eingabewerte
nicht terminieren.
▲ |
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| Peano-Axiome ☞ Abschnitt 2.3.1 |
Formale
Beschreibung der natürlichen Zahlen, die aus insgesamt fünf
Axiomen besteht. Die Peano-Axiome dienen uns heute als Grundlage für den
berechenbarkeitstheoretischen Umgang mit den natürlichen Zahlen. Unter
anderem folgt aus Peanos fünftem Axiom, dem
☞ Induktionsaxiom, dass die
☞ Prädikatenlogik erster Stufe zu schwach ist, um die natürlichen Zahlen zu
formalisieren.
▲ |
||||
| Petri-Netz ☞ Abschnitt 5.7 |
Formales
Modell zur Beschreibung nebenläufiger Systeme. Genau wie
☞ endliche Automaten arbeiten Petri-Netze zustandsbasiert, verfügen jedoch
über deutlich komplexere Übergangsmechanismen. Streng unterschieden
werden Bedingungen und Ereignisse. Erstere werden durch Stellen, letztere
durch Transitionen beschrieben. In einem Petri-Netz wird der aktuelle
Zustand eines Systems durch
Marken modelliert. Schaltet eine Transition, so
wird eine Marke aus jeder Eingabestelle entfernt und jeder Ausgangsstelle
eine zusätzliche Marke hinzugefügt.
▲ |
||||
| P-NP-Problem ☞ Abschnitt 7.3.2 |
Hinter diesem
Problem verbirgt sich die Frage, ob jede Sprache, die durch
eine nichtdeterministische Turing-Maschine in polynomieller Zeit
entschieden werden kann, auch von einer deterministischen Turing-Maschine
in polynomieller Zeit entschieden werden kann. Das P-NP-Problem gilt als
das wichtigste der bis dato offenen Probleme der theoretischen Informatik,
da seine Lösung weitreichende Konsequenzen für nahezu alle Teilbereiche
der Informatik hat. Wäre P = NP, so ließen sich viele Algorithmen in
polynomieller Zeit lösen, für die heute ausschließlich Algorithmen mit
exponentiellem Zeitaufwand existieren. Unter anderem wären viele
kryptografische Systeme auf einen Schlag angreifbar. In der großen Zahl der
bisher entdeckten
☞ NP-vollständigen Probleme sehen viele Experten einen
Hinweis darauf, dass P und NP voneinander verschieden sind. Einen
formalen Beweis für diese Vermutung konnte jedoch noch niemand
erbringen.
▲ |
||||
| Polynomielle Reduktion ☞ Abschnitt 7.3.1 |
Wichtiges
Beweisprinzip der
☞ Komplexitätstheorie. Im Rahmen
eines Reduktionsbeweises wird gezeigt, dass sich ein Problem lösen
lässt, indem die Fragestellung in polynomieller Zeit auf ein anderes
Problem abgebildet wird, dessen (polynomielle) Lösung bereits bekannt
ist. Durch den geschickten Einsatz dieser Technik lassen sich die
Komplexitätseigenschaften vieler Probleme auf weitere Fragestellungen
übertragen. Der Begriff ist eng verwandt mit der
☞ Reduzierbarkeit aus dem
Bereich der
☞ Berechenbarkeitstheorie.
▲ |
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| Post’sches Korrespondenzproblem ☞ Abschnitt 6.5.4 |
Für eine
Folge von Wortpaaren ( x
1
,y
1
) , ( x
2
,y
2
) , … , ( x
n
,y
n
) gilt es
zu entscheiden, ob eine Indexsequenz i
1
, … ,i
k
existiert, so dass die
Konkatenation von x
i
1
, … ,x
i
k
die gleiche Zeichenkette hervorbringt wie die
Konkatenation von y
i
1
, … ,y
i
k
. Genau wie das
☞ Halteproblem ist auch das
☞ Post’sche Korrespondenzproblem
☞ unentscheidbar. Die Eigenschaft, auf
viele andere Problemstellungen
☞ reduzierbar zu sein, macht das Post’sche
Korrespondenzproblem zu einem der wichtigsten Hilfsmittel im Bereich der
☞ Berechenbarkeitstheorie.
▲ |
||||
| Potenzmengenautomat ☞ Abschnitt 5.3.2 |
Spezieller
Automat, der die Potenzmenge der Zustände eines anderen
Automaten als Zustandsraum verwendet. Der Potenzmengenautomat ist der
Schlüssel, um die Äquivalenz von
☞ DEAs und
☞ NEAs zu beweisen. Die
Konstruktion ermöglicht es, jeden
☞ NEA in einen
☞ DEA zu übersetzen, der
die gleiche Sprache akzeptiert.
▲ |
||||
| Prädikatenlogik ☞ Abschnitt 3.2 |
Die
Prädikatenlogik erweitert die
☞ Aussagenlogik um
mehrstellige Prädikate sowie um die Quantoren ∀ („für alle“) und ∃ („es
existiert“). Viele Aspekte des logischen Schließens, die in der Aussagenlogik
nicht ausgedrückt werden können, lassen sich mit Hilfe prädikatenlogischer
Formeln formal beschreiben. Die Prädikatenlogik ist die Grundlage der
Programmiersprache
☞ Prolog.
▲ |
||||
| Pränex-Form ☞ Abschnitt 3.2.2 |
Eine
Formel liegt in Pränex-Form vor, wenn alle Quantoren links
von den anderen Formelbestandteilen stehen. Ausgehend von der
☞ Negationsnormalform lässt sich jede Formel der
☞ Prädikatenlogik in eine
äquivalente Formel in Pränex-Form übersetzen.
▲ |
||||
| Primitive Rekursion ☞ Abschnitt 6.1.4 |
Eine
Funktion f : ℕ 0
2
→ ℕ 0 ist nach dem Schema der primitiven Rekursion aufgebaut, wenn sie die folgende Form besitzt:
▲ |
||||
| Primitiv-rekursive Funktion ☞ Abschnitt 6.1.4 |
Kleinste
Menge von Funktionen, die die Nullfunktion, die
Nachfolgerfunktion und die Projektion enthält und bez. Komposition und
☞ primitiver Rekursion abgeschlossen ist. Die Klasse der primitiv-rekursiven
Funktionen besitzt die gleiche Berechnungsstärke wie die
☞ Loop-Sprache.
Mit anderen Worten: Jede primitiv-rekursive Funktion lässt sich mit einem
Loop-Programm berechnen und jede Loop-berechenbare Funktion ist
ihrerseits primitiv-rekursiv. Die primitiv-rekursiven Funktionen sind
vollständig in der Menge der
☞ μ-rekursiven Funktionen enthalten.
▲ |
||||
| Prolog ☞ Abschnitt 3.2.4 |
Logische
Programmiersprache, die auf dem prädikatenlogischen
☞ Resolutionskalkül basiert. Prolog-Programme bestehen aus einer
Problembeschreibung in Form von Logikformeln. Wird eine Anfrage
gestellt, versucht der Prolog-Interpreter, die Antwort selbstständig aus der
Problembeschreibung zu deduzieren.
▲ |
||||
| PSPACE ☞ Abschnitt 7.2.2 |
Die
☞ Komplexitätsklasse PSPACE enthält alle Sprachen,
die von deterministischen
☞ Turing-Maschinen mit polynomiellem
Bandplatzverbrauch entschieden werden können. Aus dem
☞ Satz von Savitch folgt, dass die Klasse PSPACE mit der Klasse
☞ NPSPACE
übereinstimmt.
▲ |
||||
| Pumping-Lemma ☞ Abschnitt 4.3.2 |
Hilfsmittel,
um zu beweisen, dass eine Menge L ⊆ Σ
*
keine
☞ reguläre Sprache oder keine
☞ kontextfreie Sprache ist. Das Pumping-Lemma nutzt
die Eigenschaft dieser Sprachklassen aus, dass mit jedem hinreichend langen
Wort ω ∈ L auch diejenigen Wörter ω
i
in L enthalten sind, die durch das
Duplizieren gewisser Teilsequenzen entstehen.
▲ |
||||
| Rechtsableitung ☞ Abschnitt 4.1 |
Ableitungssequenz
mit der Eigenschaft, dass in jedem Schritt das am weitesten
rechts stehende Nonterminal ersetzt wurde.
▲ |
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| Reduktion ☞ Abschnitt 6.5 |
Wichtiges
Beweisprinzip der
☞ Berechenbarkeitstheorie. Im Rahmen
eines Reduktionsbeweises wird gezeigt, dass sich ein Problem lösen lässt,
indem die Fragestellung auf ein anderes Problem abgebildet wird,
dessen Lösung bereits bekannt ist. Durch den geschickten Einsatz
dieser Technik lassen sich die Berechenbarkeitseigenschaften vieler
Probleme auf weitere Fragestellungen übertragen. Der Begriff ist eng
verwandt mit der
☞ polynomiellen Reduzierbarkeit aus dem Bereich der
☞ Komplexitätstheorie.
▲ |
||||
| Registermaschine ☞ Abschnitt 6.1.6.1 |
Spezielles
☞ Berechnungsmodell, das der Architektur realer
Computersysteme sehr nahe kommt. Eine Registermaschine setzt sich aus
dem Eingabeband, dem Ausgabeband und der Zentraleinheit zusammen.
Letztere besteht aus dem Speicher, dem Programm und zwei Registern. Die
Programmanweisungen werden über den Befehlszähler adressiert und
sequentiell abgearbeitet. Arithmetische Berechnungen werden im
Akkumulator durchgeführt. Die Registermaschine besitzt die gleiche
Berechnungsstärke wie die
☞ While-Sprache, die
☞ Goto-Sprache, die
☞ Turing-Maschine und die
☞ μ-rekursiven Funktionen. Nach der
☞ Church’schen These lässt sich jede intuitiv berechenbare Funktion mit
Hilfe einer
☞ Registermaschine berechnen.
▲ |
||||
| Regulärer Ausdruck ☞ Abschnitt 4.3.3 |
Alternative
Beschreibungsform für
☞ reguläre Sprachen. Reguläre
Ausdrücke sind der De-facto-Standard für die Spezifikation von
Suchmustern.
▲ |
||||
| Reguläre Grammatik ☞ Abschnitt 4.2 |
☞ Kontextfreie Grammatik mit
der zusätzlichen Eigenschaft, dass die rechte Seite
einer Produktion entweder aus dem leeren Wort ϵ oder einem
Terminalsymbol, gefolgt von einem Nonterminal, besteht. In der Nomenklatur
der
☞ Chomsky-Hierarchie werden kontextfreie Grammatiken als
Typ-3-Grammatiken bezeichnet.
▲ |
||||
| Reguläre Sprache ☞ Abschnitt 4.2 |
Eine
Sprache L heißt regulär, falls eine
☞ reguläre Grammatik
existiert, die L erzeugt. Die Menge der regulären Sprachen stimmt
mit der Menge der von
☞ DEAs und
☞ NEAs akzeptierten Sprachen
überein.
▲ |
||||
| Resolutionskalkül ☞ Abschnitt 3.1.3 |
Spezielles
☞ Widerspruchskalkül der
☞ Aussagenlogik und
☞ Prädikatenlogik. Um die
☞ Allgemeingültigkeit einer Formel F zu zeigen,
wird die negierte Formel ¬
F in eine Menge von
☞ Klauseln übersetzt.
Anschließend werden in einem iterativen Prozess neue Resolventen
abgeleitet. Wird die leere Klausel □ deduziert, so terminiert das Verfahren.
In diesem Fall ist gezeigt, dass ¬ F kein
☞ Modell besitzt und F demnach
eine
☞ Tautologie sein muss.
▲ |
||||
| Robinson-Algorithmus ☞ Abschnitt 3.2.3.1 |
Systematisches
Verfahren, um eine Menge prädikatenlogischer Formeln zu
☞ unifizieren. Der Algorithmus durchsucht die Formeln zeichenweise von
links nach rechts. Abweichungen werden durch Substitutionen korrigiert.
Sind die Eingabeformeln unifizierbar, so lässt sich der Unifikator
durch die Verkettung der berechneten Substitutionen erzeugen. Der
Algorithmus von Robinson berechnet den
☞ allgemeinsten Unifikator der
Eingabemenge.
▲ |
||||
| Rucksackproblem ☞ Abschnitt 7.1 |
Ein
Rucksack ist so mit Gegenständen zu bepacken, dass
der erzielte Gesamtwert maximal wird, ohne das Fassungsvermögen
zu überschreiten. In der hier vorgestellten Variante sind für jeden
Gegenstandstyp beliebig viele Exemplare vorhanden und die Werte
und Volumina ganzzahlig. Unter diesen Voraussetzungen lässt sich
das Rucksackproblem effizient mit dem Mittel der
☞ dynamischen Programmierung lösen. Eine leichte Abwandlung der Problemstellung lässt
dagegen ein
☞ NP-vollständiges Problem entstehen.
▲ |
||||
| Russell’sche Antinomie ☞ Abschnitt 1.2.1 |
Fundamentaler
Widerspruch in der Cantor’schen Mengenlehre. Unter der
Annahme, dass sich eine Menge M entweder selbst enthält oder nicht selbst
enthält, definierte der britische Mathematiker Bertrand Russell die
Menge aller Menge, die sich nicht selbst als Element enthalten. Genau
wie im Falle des
☞ Barbier-Paradoxons führt diese Definition einen
fundamentalen Widerspruch herbei. Erst der formale axiomatische Aufbau
der Mengenlehre durch Ernst Zermelo und Abraham Fraenkel
konnte
die entdeckte Inkonsistenz im Cantor’schen Begriffsgerüst entgültig
beheben.
▲ |
||||
| SAT ☞ Abschnitt 7.3.3 |
Frage
nach der
☞ Erfüllbarkeit einer Formel der
☞ Aussagenlogik.
Zu den Sternstunden der theoretischen Informatik gehört der Beweis, dass
SAT ein
☞ NP-vollständiges Problem ist (
☞ Satz von Cook).
▲ |
||||
| Satz von Cantor ☞ Abschnitt 2.3.3 |
Gleich mehrere
zentrale Ergebnisse der Mathematik werden mit Georg
Cantors Namen verbunden. Hierzu gehört der Nachweis, dass ℕ und
ℕ
2
die gleiche
☞ Mächtigkeit besitzen (zu zeigen über das erste
Cantor’sche Diagonalisierungsargument), wie auch der Satz über die
☞ Überabzählbarkeit der reellen Zahlen (zu zeigen über das zweite
Cantor’sche Diagonalisierungsargument).
▲ |
||||
| Satz von Cook ☞ Abschnitt 7.3.3 |
Im
Jahre 1971 gelang es Stephen Cook, die
☞ NP-Vollständigkeit
von
☞ SAT zu beweisen, ohne auf das Prinzip der
☞ polynomiellen Reduktion zurückzugreifen. Der Satz ist in zweierlei Hinsicht von
Bedeutung. Zum einen beweist er, dass NP-vollständige Probleme
wirklich existieren. Zum anderen lassen sich durch polynomielle
Reduktion andere Fragestellungen als NP-vollständig identifizieren. Hierzu
gehören unter anderem das
☞ Hamilton-Problem sowie die Probleme
CLIQUE, SELECT, PARTITION, BIN PACKING und TRAVELING
SALESMAN. Für die Durchführung der Reduktion wird zumeist auf die
vereinfachte Variante
☞ 3SAT zurückgegriffen, die ebenfalls NP-vollständig
ist.
▲ |
||||
| Satz von Herbrand ☞ Abschnitt 3.2.3 |
Der
Satz von Herbrand stellt einen wichtigen Zusammenhang
zwischen der
☞ Prädikatenlogik und der
☞ Aussagenlogik her. Er besagt,
dass eine Formel F in
☞ Skolem-Form genau dann ein
☞ Herbrand-Modell
besitzt, wenn alle endlichen Teilmengen der
☞ Grundinstanzen von F im
aussagenlogischen Sinne erfüllbar sind.
▲ |
||||
| Satz von Kleene ☞ Abschnitt 6.1.2 |
Besagt,
dass sich jede While-berechenbare Funktion mit einem
☞ While-Programm berechnen lässt, das eine einzige Schleife besitzt. Die
Anzahl der Schleifen, die für die Umsetzung eines Algorithmus benötigt
werden, ist somit unabhängig von dessen Komplexität.
▲ |
||||
| Satz von Rabin und Scott ☞ Abschnitt 5.3.2 |
Besagt,
dass zu jedem nichtdeterministischen endlichen Automaten
ein deterministischer endlicher Automat existiert, der die gleiche Sprache
akzeptiert.
▲ |
||||
| Satz von Rice ☞ Abschnitt 6.5.2 |
Im
Jahre 1953 gelang es Henry Gordon Rice, einen
Zusammenhang zwischen dem
☞ Halteproblem und einer beliebigen
nichttrivialen Eigenschaft von Turing-Maschinen herzustellen. Aus dem
Satz von Rice folgt unmittelbar, dass es unmöglich ist, irgendeine
nichttriviale Eigenschaft von Turing-Maschinen algorithmisch zu
überprüfen.
▲ |
||||
| Satz von Savitch ☞ Abschnitt 7.2.2 |
Besagt,
dass jedes von einer nichtdeterministischen
☞ Turing-Maschine
lösbare Problem mit einer deterministischen Turing-Maschine gelöst werden
kann, deren Platzbedarf nur quadratisch höher liegt.
▲ |
||||
| Schlussregel ☞ Abschnitt 3.1.3.1 |
Zentraler
Bestandteil eines
☞ Hilbert-Kalküls. Die Schlussregeln eines
Kalküls definieren, wie sich aus bestehenden Aussagen neue Aussagen
ableiten lassen. In einem formalen Beweis wird die zu zeigende Behauptung
durch die sukzessive Anwendung der Schlussregeln aus den
☞ Axiomen
deduziert.
▲ |
||||
| Semantik ☞ Abschnitt 3.1.1 |
Während
die
☞ Syntax den strukturellen Aufbau von Objekten
beschreibt, befasst sich die Semantik mit deren Bedeutung. Im Bereich der
natürlichen Sprache definiert die Semantik, welche Elemente der realen Welt
sich hinter den gesprochenen Wörtern verbergen.
▲ |
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| Semi-Entscheidbarkeit ☞ Abschnitt 6.4 |
Eine
Menge M heißt semi-entscheidbar, falls die partielle
☞ charakteristische Funktion
☞ berechenbar ist. Für eine semi-entscheidbare
Menge M ⊆ Σ
*
existiert ein systematisches Verfahren, das für alle Elemente
ω ∈ M nach endlicher Zeit die Mengenzugehörigkeit bestätigt. Ist ω ⁄∈ M, so
kommt die Berechnung zu keinem Ende.
▲ |
||||
| Skolem-Form ☞ Abschnitt 3.2.2 |
Eine
prädikatenlogische Formel liegt in Skolem-Form vor,
wenn sie die
☞ Pränex-Form besitzt und keine Existenzquantoren
mehr enthält. Jede Formel der
☞ Prädikatenlogik lässt sich in eine
☞ erfüllbarkeitsäquivalente Formel in Skolem-Form übersetzen.
▲ |
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| Spezielles Halteproblem ☞ Abschnitt 6.5 |
Synonym
für die Frage, ob für jede
☞ Turing-Maschine T algorithmisch
entschieden werden kann, ob T unter Eingabe der eigenen Gödelnummer
⟨ T ⟩ terminiert (
☞ Gödelisierung). Das spezielle Halteproblem ist
☞ unentscheidbar.
▲ |
||||
| Strukturelle Induktion ☞ Abschnitt 2.4.2 |
Variante
der
☞ vollständigen Induktion, mit der sich Aussagen
über rekursiv definierte Strukturen beweisen lassen. Hierzu wird die
Aussage zunächst für alle Basisfälle explizit bewiesen und anschließend
gezeigt, dass sich deren Gültigkeit auf zusammengesetzte Objekte
vererbt.
▲ |
||||
| Syntax ☞ Abschnitt 3.1.1 |
Die Syntax
befasst sich mit dem strukturellen Aufbau von Objekten. Im
Bereich der natürlichen Sprache definiert die Syntax die Regeln, nach denen
einzelne Wörter zu grammatikalisch korrekten Sätzen kombiniert werden
können. Auf der syntaktischen Ebene werden Objekte als sinnleere
Symbolketten verstanden. Erst die
☞ Semantik weißt den einzelnen Objekten
eine Bedeutung zu.
▲ |
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| Syntaxbaum ☞ Abschnitt 4.1 |
Baumförmige
Darstellung der Ableitungssequenzen einer
☞ Grammatik. Ein
Syntaxbaum wird so konstruiert, dass alle inneren Knoten mit Nonterminalen
und alle Blätter mit Terminalsymbolen markiert sind. In der Baumdarstellung
geht die Information über die Reihenfolge der Produktionsanwendungen
verloren, so dass verschiedene Ableitungssequenzen zu demselben
Syntaxbaum führen können.
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| Tableaukalkül ☞ Abschnitt 3.1.3.3 |
Spezielles
☞ Widerspruchskalkül der
☞ Aussagenlogik und
☞ Prädikatenlogik. Um die
☞ Allgemeingültigkeit einer Formel F zu
zeigen, wird aus den Teilformeln von ¬
F eine Baumstruktur – das
sogenannte Tableau – erzeugt. Anhand spezieller Abschlussbedingungen
lassen sich offene und geschlossene Zweige identifizieren. Sind alle
Zweige geschlossen, so besitzt ¬ F kein Modell und F ist als Tautologie
identifiziert.
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| Tautologie ☞ Abschnitt 3.1.1 |
Bezeichnung
für eine uneingeschränkt wahre Aussage. Der Begriff wird
synonym mit dem Begriff der
☞ Allgemeingültigkeit verwendet.
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| Theoretische Informatik ☞ Kapitel 1 – 7 |
Untersucht
die mathematischen Methoden und Modelle, die sich hinter
der Fassade der modernen Hardware- und Software-Technik verbergen.
Wichtige Teilbereiche der theoretischen Informatik sind die
☞ Logik, die
Theorie der
☞ formalen Sprachen, die Theorie der
☞ endlichen Automaten
sowie die
☞ Berechenbarkeits- und die
☞ Komplexitätstheorie.
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| Totale Funktion ☞ Abschnitt 2.2 |
Funktion,
die für alle Elemente ihres Definitionsbereichs einen
festgelegten Funktionswert besitzt. In der klassischen Mathematik sind alle
Funktionen per Definition total und daher nicht explizit als solche
gekennzeichnet. In der theoretischen Informatik existiert zusätzlich der
Begriff der
☞ partiellen Funktion.
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| Transduktor ☞ Abschnitt 5.6 |
Neben
den
☞ Akzeptoren die zweite große Untergruppe
☞ endlicher Automaten. Transduktoren bestehen aus einer Menge von Zuständen, einem
Eingabe- und einem Ausgabealphabet, einer Zustandsübergangsfunktion
sowie einem dedizierten Startzustand. In jedem Verarbeitungsschritt nimmt
der Automat ein einzelnes Eingabezeichen entgegen und übersetzt
dieses in ein Ausgabezeichen. Die Verarbeitung endet, wenn das letzte
Eingabezeichen eingelesen wurde. Die Übersetzung von Transduktoren in
digitale Hardware-Schaltungen ist Gegenstand der
☞ Automatensynthese.
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| Turing-Berechenbarkeit ☞ Abschnitt 6.1.5 |
Eine
Funktion f heißt Turing-berechenbar, falls eine
☞ Turing-Maschine existiert, die f berechnet. Nach der
☞ Church’schen These ist die Klasse der Turing-berechenbaren Funktionen mit der Klasse der
intuitiv berechenbaren Funktionen identisch.
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| Turing-Maschine ☞ Abschnitt 6.1.5 |
Mathematisches
Modell, um den Berechenbarkeitsbegriff formal zu erfassen.
Grundlage ist ein eindimensionales Band, das sich aus unendlich vielen,
nebeneinander angeordneten Zellen zusammensetzt. Die Maschine verfügt
über einen Schreib-Lese-Kopf, der zu jeder Zeit über einer bestimmten Zelle
positioniert ist. In jedem Bearbeitungsschritt kann eine Turing-Maschine
das aktuell betrachtete Symbol durch ein anderes ersetzen und den
Schreib-Lese-Kopf verschieben. Die ausgeführten Aktionen gehen mit einem
potenziellen Wechsel des inneren Zustands einher. Anders als z. B. im Falle
des
☞ Transduktors werden alle Lese- und alle Schreiboperationen auf dem
gleichen Band ausgeführt. Turings Maschinenmodell besitzt die gleiche
Berechnungsstärke wie die
☞ While-Sprache, die
☞ Goto-Sprache, die
☞ Registermaschine und die
☞ μ-rekursiven Funktionen. Nach der
☞ Church’schen These lässt sich jede intuitiv berechenbare Funktion mit
Hilfe eine Turing-Maschine berechnen.
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| Überabzählbarkeit ☞ Abschnitt 2.3.3 |
Eine
Menge M mit unendlich vielen Elementen heißt überabzählbar,
wenn es nicht möglich ist, M bijektiv auf die Menge der natürlichen Zahlen
abzubilden. Mit dem Mittel der
☞ Diagonalisierung kann unter anderem die
Überabzählbarkeit der reellen Zahlen gezeigt werden. Der Begriff ist eng
verwandt mit dem Begriff der
☞ Abzählbarkeit.
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| Unberechenbarkeit ☞ Abschnitt 6.1 |
Eine
Funktion f heiß unberechenbar, falls kein systematisches
Verfahren existiert, das für alle Eingaben x nach endlich vielen Schritten
terminiert und den Funktionswert f ( x ) als Ausgabe liefert. Was wir unter
einem systematischen Verfahren zu verstehen haben, wird durch die
Definition eines
☞ Berechnungsmodells formal festgelegt. Der Begriff der
unberechenbaren Funktion ist eng mit dem Begriff der
☞ Unentscheidbarkeit
gekoppelt.
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| Unentscheidbarkeit ☞ Abschnitt 6.4 |
Eine
Menge M heißt unentscheidbar, falls die
☞ charakteristische Funktion
☞ unberechenbar ist. Für eine unentscheidbare Menge M existiert
kein systematisches Verfahren, das für alle Eingaben ω nach endlicher Zeit
beantwortet, ob ω ein Element von M ist oder nicht. Viele praktische
Fragestellungen, zu denen auch das
☞ Halteproblem und das
☞ Post’sche Korrespondenzproblem gehören, wurden in der Vergangenheit als
unentscheidbar identifiziert.
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| Unerfüllbarkeit ☞ Abschnitt 3.1.1 |
Eine
unerfüllbare Formel besitzt die Eigenschaft, kein einziges
☞ Modell zu besitzen. Eine solche Formel ist damit immer falsch,
unabhängig davon, wie wir ihre Bestandteile interpretieren.
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| Unifikation ☞ Abschnitt 3.2.3.1 |
Methode,
die für eine Menge prädikatenlogischer Formeln einen
☞ Unifikator berechnet. Ein bekannter Vertreter ist der
☞ Robinson-Algorithmus
zur Berechnung des
☞ allgemeinsten Unifikators.
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| Unifikator ☞ Abschnitt 3.2.3.1 |
Eine
Menge prädikatenlogischer Formeln { F
1
, … ,F
n
} heißt
unifizierbar, falls eine Substitution σ existiert mit σF
1
= … = σF
n
. Die
Substitution σ wird als Unifikator bezeichnet.
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| Universelle Turing-Maschine ☞ Abschnitt 6.1.5 |
Spezielle
Turing-Maschine, die in der Lage ist, jede andere
Turing-Maschine zu simulieren. Hierzu wird die zu simulierende
Maschine
☞ gödelisiert und zusammen mit dem Eingabewort auf das Band
geschrieben.
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| Up-Arrow-Notation ☞ Abschnitt 2.3.2 |
Von
Donald E. Knuth
eingeführte Schreibweise, mit der sich
arithmetische Verknüpfungen in einem einheitlichen Schema darstellen
lassen. Unter anderem ermöglicht die ↑-Notation, Operatoren wie die
Hyperpotenz aufzuschreiben, für die in der klassischen Mathematik kein
natives Symbol existiert.
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| Vollständige Induktion ☞ Abschnitt 2.4.1 |
Neben dem
direkten und dem indirekten Beweis ist die vollständige
Induktion die dritte klassische Beweistechnik der Mathematik. Sie ist immer
dann anwendbar, wenn eine parametrisierte Aussage A ( n ) für alle
natürlichen Zahlen n bewiesen werden soll. Ein Induktionsbeweis erfolgt in
drei Schritten: Zunächst wird im Induktionsanfang die Aussage für einen
oder mehrere Basisfälle bewiesen. Im nächsten Schritt erfolgt die Annahme,
dass die Aussage für ein gewisses n und alle kleineren Werte bewiesen sei
(Induktionsannahme). Gelingt im Anschluss der Beweis, dass aus der
Gültigkeit von A ( n ) die Gültigkeit von A ( n +1) folgt, so ist die Aussage
für alle n bewiesen. Eine mit der vollständigen Induktion verwandte
Beweistechnik ist die
☞ strukturelle Induktion.
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| While-Programm ☞ Abschnitt 6.1.2 |
Programm,
verfasst in der fiktiven
☞ While-Sprache. Die While-Schleife
ist die einzige Möglichkeit, den Kontrollfluss zu steuern. Nach der
☞ Church’schen These lässt sich jede intuitiv berechenbare Funktion mit
Hilfe eines While-Programms berechnen.
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| While-Sprache ☞ Abschnitt 6.1.2 |
Menge
aller
☞ While-Programme. Nach der
☞ Church’schen These
sind alle intuitiv berechenbaren Funktionen f While-berechenbar, d. h., es
existiert ein While-Programm, das x als Eingabe entgegennimmt und f ( x ) als
Ausgabe liefert. Die While-Sprache besitzt die gleiche Berechnungsstärke,
wie die
☞ Goto-Sprache, die
☞ Turing-Maschine, die
☞ Registermaschine
und die
☞ μ-rekursiven Funktionen.
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| Widerspruchskalkül ☞ Abschnitt 3.1.3 |
Spezieller
☞ Kalkül, der die
☞ Allgemeingültigkeit einer Formel über die
☞ Unerfüllbarkeit der negierten Aussage beweist. Bekannte Vertreter sind der
☞ Resolutionskalkül und der
☞ Tableaukalkül.
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| Wortproblem ☞ Abschnitt 4.1 |
Wichtige
Problemstellung aus dem Bereich der
☞formalen Sprachen.
Hinter dem Wortproblem verbirgt sich die Frage, ob ein bestimmtes
Wort ω in einer Sprache L enthalten ist. Mit anderen Worten: Gilt
ω ∈ L?
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| Zellulärer Automat ☞ Abschnitt 5.8 |
Zustandsbasiertes
System, das aus einer großen Anzahl simultan arbeitender
Elementarautomaten, den sogenannten Zellen, besteht. Zu jedem Zeitpunkt
befinden sich diese in einem von endlich vielen Zuständen. In jedem
Schaltschritt geht eine Zellen in eine Folgekonfiguration über, die sowohl
durch ihren eigenen Zustand als auch durch die Zustände ihrer Nachbarn
bestimmen wird. Hierdurch stehen die Zellen in ständiger Interaktion.
Eingesetzt wird das Modell vor allem zur Beschreibung dynamischer,
selbstorganisierender Systeme.
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